Max Verstappen (Red Bull): Was er 2019 erreichen will

Von Mathias Brunner
Formel 1
Max Verstappen

Max Verstappen

​Red Bull Racing-Pilot Max Verstappen wird am Rennsonntag von Sotschi 21 Jahre jung. Der gegenwärtige WM-Fünfte blickt auf seine bisherige Saison zurück und sagt, was er vom Jahr 2019 erwartet.

Formel-1-Sportchef Ross Brawn hat vor kurzem gelobt: «Max Verstappen hat in Singapur vom zweiten Startplatz aus seinen zweiten Rang nach Hause gefahren. Seine Leistung beinhaltete alle Merkmale, die einen kommenden Champion auszeichnen. Es reicht eben nicht, zwischendurch ein paar Glanzlichter anzuzünden, um dann wieder in dumme Fehler zu verfallen. Mehr und mehr sind die Rennen von Max nicht nur von erstaunlichem Speed geprägt, sondern eben auch durch Beherrschung.»

Verstappen selber sagt: «Es stimmt, der erste Teil der Saison verlief ein wenig holprig, aber wir haben das drehen können, und ich bin mit den jüngsten Ergebnissen sehr zufrieden. Wir haben auf einigen Pisten das Maximum herausgeholt, auf Strecken, wo die Leute uns vielleicht nicht so viel zugetraut hätten. Wir haben üppig gepunktet, ich kann mich wirklich nicht beklagen.»

«In Singapur hatten wir einige Probleme mit dem Motor, da war es wichtig, die Ruhe zu bewahren. Vor diesem Hintergrund eine wirklich gute Quali-Runde zu fahren und Zweitschnellster zu sein, das war ein schönes Gefühl. In Singapur dreht sich alles ums fehlerfreie Fahren. Wenn dir das gelingt, ist das eine grosse Befriedigung.»

Verstappen schnupperte in Singapur nur kurz am Sieg, dafür gewann er, ein wenig unerwartet vielleicht, ausgerechnet beim Grossen Preis von Österreich. Max blendet zurück: «Das werde ich nie vergessen! Mit einem Red Bull Racing-Renner ausgerechnet auf dem Red Bull Ring zu gewinnen, dazu vor so vielen Fans ganz in Orange, das war traumhaft. Die Feier danach war gar nicht so wild, ich machte mich verhältnismässig früh auf die Heimreise, wir standen ja mitten in dieser Phase aus drei Grands Prix an drei aufeinander folgenden Wochenenden.»

Max Verstappen kann eine seltene Kombination bieten: Er ist knapp 21 Jahre alt, besitzt aber bereits die Erfahrung von 75 WM-Läufen, er steht in seiner vierten kompletten Saison. Der Niederländer findet: «Ich fühle mich noch immer jung, aber ich glaube, mit jeder Erfahrung mehr werde ich noch schneller. Für 2019 wollen wir ein konkurrenzfähiges Paket schnüren. Mal sehen, wo mich das hinbringt.»

Verstappen wird dann an der Seite von Pierre Gasly fahren, Daniel Ricciardo zieht zu Renault. Max meint: «Daniel und ich werden Kumpels bleiben, es ist ja nicht so, dass er aus meiner Welt verschwindet. Er fährt einfach für einen anderen Rennstall. Daniel wird als einer der stärksten Fahrer eingestuft, und es war für mich fabelhaft, ihn als Stallgefährten zu haben. Wir haben uns gegenseitig angestachelt.»

«Als klar wurde, dass Daniel zu Renault geht, lag es auf der Hand, dass Pierre Gasly von Toro Rosso zu Red Bull Racing kommt. Pierre ist ein prima Kerl. Ich kenne ihn seit gemeinsamen Kartzeiten. Er ist unkompliziert, sauschnell, nett – mehr kannst du nicht verlangen.» Auf die Frage, welche Streiche er sich für den Neuen bei RBR ausdenke, meint Max: «Mal sehen, ein Streich muss spontan sein.»

Für den Rest der Saison 2018 ist Verstappens Ziel das Gleiche wie für 2019: «Ich will so konstant als möglich Spitzenränge einfahren. Das bedeutet – Speed zeigen und jedes Mal das Beste aus meinen Möglichkeiten machen.»

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