FP1 Barcelona: Starker Auftakt von George Russell, viele Rookies im Einsatz
George Russell legte einen guten Start ins Barcelona-Wochenende hin. Der Mercedes-Star drehte die schnellste Runde. Allerdings war er der einzige Mercedes-Stammfahrer, der zum FP1 ausrückte.
Die Formel-1-Piloten durften das Barcelona-Wochenende bei strahlendem Sonnenschein und warmen 29 Grad Celsius in Angriff nehmen. Die Strecke hatte sich auf 48 Grad aufgeheizt, als es losging. Carlos Sainz blieb gleich in der Boxengasse stehen und musste in die Box zurückgeschoben werden. Dort wurde sein Lenkrad ausgetauscht, womit das Problem, das ihn vom Losfahren abgehalten hatte, aus der Welt war.
Deutlich schlechter lief es auf der anderen Seite der Box. Luke Browning, der den Rookie-Einsatz im GP-Renner von Alex Albon absolvieren durfte, musste sich gedulden, weil am Auto geschraubt wurde.
Browning war nicht der einzige Nachwuchsstar, der im Einsatz war, sechs weitere Formel-1-Stammfahrer mussten sich mit der Rolle des Zaungastes begnügen, weil die Formel-1-Anwärter zum Einsatz kamen: Bei Red Bull Racing sass Ayumu Iwasa im Auto von Isack Hadjar, Ferrari liess Dino Beganovic anstelle von Lewis Hamilton ausrücken, Fred Vesti gab im Mercedes von WM-Leader Kimi Antonelli Gas, Paul Aron war im Audi von Nico Hülkenberg unterwegs, Leonardo Fornaroli rückte im McLaren von Lando Norris aus und Colton Herta absolvierte sein Debüt im Rahmen einer offiziellen Formel-1-Session im Cadillac von Sergio Pérez.
Ausritt von Gabriel Bortoleto
Letzterer nutzte die Chance, um die Grenzen schon früh auszuloten. Er bretterte in der achten Kurve über die Randsteine und bat das Cadillac-Team daraufhin, sich den Unterboden auf der linken Seite anzuschauen. Schon zuvor hatte Oscar Piastri mit Sorgen zu kämpfen gehabt, er bekundete über Funk Bremsprobleme.
Trotz der vielen Rookies im Feld, gab es vorerst keine Unterbrechungen. Liam Lawson ärgerte sich stattdessen über Carlos Sainz, der in der zehnten Kurve in der Mitte der Strecke unterwegs war – was sich die Regelhüter notierten. Letztlich blieb das aber ohne Folgen für den Lokalmatador.
Zur Halbzeit betrug die Reihenfolge George Russell vor Piastri, Charles Leclerc, Lawson, Arvid Lindblad, Max Verstappen, Aron, Franco Colapinto, Sainz, Pierre Gasly, Gabriel Bortoleto, Valtteri Bottas, Esteban Ocon, Oliver Bearman, Beganovic, Fernando Alonso, Lance Stroll, Herta, Iwasa, Fornaroli und Browning, der noch immer keine gezeitete Runde gedreht hatte.
Für eine kurze Gelbphase sorgte Bortoleto, der ausgangs der achten Kurve durchs Kiesbett bretterte. Dennoch konnte der Brasilianer aus eigener Kraft weiterfahren, deshalb rückte bald Verstappen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Paul Aron stellt sein Talent unter Beweis
Auf weichen Reifen hatte der vierfache Champion aus dem Red Bull Racing Team die 4,657 km lange Runde in 1:17,047 min zurückgelegt und damit die Spitzenposition übernommen. Lange hielt sich der 28-jährige Niederländer aber nicht an der Spitze, kaum hatte Russell die weichen Reifen am Auto, legte er mit 1:16,363 min eine neue Messlatte.
An diese kam in der Folge kein Konkurrent heran, Russell durfte sich über die Bestzeit freuen. Für Browning endete die Session, wie sie begonnen hatte – ausserhalb des Cockpits. Der Brite hatte keine einzige Runde gedreht. Stärkster Rookie im Feld war Aron, der im GP-Auto von Hülkenberg als sechstschnellster deutlich schneller blieb als Bortoleto im zweiten Audi.
Der Brasilianer tat sich sichtlich schwer, nachdem er zur Halbzeit bereits einen Ritt durchs Kiesbett hingelegt hatte, vertat er sich zum Schluss auch noch in der ersten Kurve.
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