Skandal um Marcus Ericsson: «Das war das Schlimmste»

Von Mathias Brunner
Formel 1

​Ein Party-Besuch in Melbourne hatte für Marcus Ericsson schwerwiegende Folgen. Dem schwedischen Rennfahrer wurde eine Affäre nachgesagt, das brachte eine langjährige Beziehung zum Scheitern.

Marcus Ericsson ist ein sonniges Gemüt: Der 28jährige Schwede aus Kumla ist meist prächtig gelaunt, sieht gut aus, ist wohlerzogen, weltgewandt, Formel-1-Rennfahrer und in dieser Kombination bei den Damen entsprechend beliebt. Der langjährige Sauber-Fahrer hat aber auf die harte Tour lernen müssen, wie ein Prominenter zum Spielball der Medien werden kann, wie er der schwedischen Tageszeitung Nerikes Allhanda aus Örebro verraten hat. Das Unheil nahm bei einer Party im Rahmen des Autralien-GP von Melbourne 2015 seinen Lauf.

Ericsson hatte sich eigentlich mit einem Journalisten von Nerikes Allhanda zusammengesetzt, um über das kommende IndyCar-Abenteuer zu sprechen. Nach fünf Jahren GP-Sport (2014 mit Caterham, 2015 bis 2018 mit Sauber) war für ihn im Schweizer Rennstall kein Platz mehr, 2019 fahren dort Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi. Aber Ericsson ist im Gespräch mit der schwedischen Zeitung auf ein Vorkommnis zu sprechen gekommen, das noch heute an ihm nagt.

Der lebenslustige Ericsson besuchte im März 2015 zusammen mit seinem Physio Alex Elgh eine Party. Mit dabei auch die Australierin Sarah Todd, als Model bekannt geworden, später zum Star-Koch aufgestiegen mit eigener, überaus erfolgreicher TV-Show (Master Chef Australia), von welcher ein halbes Dutzend Staffeln gedreht wurden. Bilder in australischen Blättern zeigten die beiden Schweden mit Todd und ihrer Freundin Raina Tyler. Tyler postete einige Bilder vom strahlenden Party-Quartett. Sarah Todd selber stellte Fotos auf Instagram, welche die Vier auch an einem Strand zeigen. Die Bilder sind recht harmlos, die jungen Menschen wirken glücklich, eine gewisse Vertraut- oder Verliebtheit ist dabei reine Interpretationssache.

Marcus Ericsson sagt nun: «Ich hatte diese Frau durch gemeinsame Freunde kennengelernt. Am Sonntag nach dem Rennen gingen wir an die Formel-1-Party, und sie begleitete mich. Alle Fotografen haben Bilder von uns gemacht, als wir reingingen. Und ich habe mir nichts dabei gedacht.»

Für die australischen Boulevard-Blätter war das ein gefundenes Fressen, weil die in Australien sehr bekannte Sarah Todd mit dem Unternehmer Devinder Garcha verlobt war, mit dem Sarah seit 2011 einen Sohn hat.

Ericsson weiter: «Die Zeitungen spekulierten, wie alles gelaufen ist und schrieben einfach, dass wir ein Paar seien und sogar zusammenziehen würden. Ich habe die Welt nicht verstanden, denn nichts davon war wahr. Das Schlimmste war, was danach passiert ist.»

Die ganzen Spekulationen in der Klatschpresse führten zum Bruch zwischen Garcha und Todd. Heute lebt die Australierin mit ihrem Sohn in Goa und Mumbai. Sie hat sich im Rahmen der Sendung «My Restaurant in India» in das Land verliebt und ist mit dem Regisseur Amtiaz Ali liiert.

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