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Tod Justin Wilson: Dach fürs Cockpit unvermeidlich?

Natürlich wird nach dem Tod von Justin Wilson wieder über geschlossene Cockpits gesprochen. Aber Sicherheit muss auf Wissenschaft basieren, nicht auf Panikmache.

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Es ist naheliegend, dass nach Rennunfällen Lösungen gesucht werden. Aber eine Panikreaktion ist verfehlt. Sicherheit im Motorsport muss auf Wissenschaft basieren, nicht auf Hauruck-Aktionen. Wenn Lösungen überstürzt eingeführt werden, dann öffnet das Tür und Tor für ganz neue Probleme, die zunächst nicht offensichtlich sind.

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Justin Wilsons Tod geht auf einen unfassbar unglücklichen Unfall zurück, als er beim IndyCar-Rennen in Pocono von einem umherfliegenden Objekt getroffen wird. Klar sind nun geschlossene Cockpits wie an einem Kampfflieger im Gespräch – aber das kann zu ganz anderen Problemen führen.

Ich bin jetzt nicht sicher, wie vielen Lesern der Name Lyle Kurtenbach etwas sagt. Er war ein 41jähriger Zementzusatzstoff-Vertreter aus Rothschild im Bundesstaat Wisconsin, der zum 1987er Indy 500 fuhr. In Runde 130 löste sich am Wagen von Tony Bettenhausen ein Rad, das in den Weg von Roberto Guerreros Renner kullerte. Das Rad traf die Fahrzeugnase von Guerreros Auto und wurde von dort hoch in die Luft gewirbelt, Richtung Tribünen. Dort traf es den unglücklichen Kurtenbach – er war das dritte Indy-Opfer durch ein herumfliegendes Jahr (die anderen beiden Todesfälle hatten sich in den 30er Jahren ereignet).

Wenn es einfache Lösungen gäbe, dann hätten wir sie schon. Die FIA untersucht seit fünf Jahren verschiedene Möglichkeiten geschlossener Cockpits, eine sichere Variante konnte bislang nicht gefunden werden. Cockpit-Schalen können Objekte in völlig unkontrollierbarer Weise ablenken, was tödliche Unfälle wie bei Kurtenbach begünstigen würde.

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Geschlossene Cockpits, das wirft auch Fragen bezüglich des schnellen Aussteigens des Piloten auf oder in Sachen Zugang zu einem verletzten Piloten. Haltevorrichtungen wiederum können ungewollt aufgehen oder bei einem Unfall ausgelöst werden. Und so weiter.

Einige sagen: die Autos müssen offen bleiben, das sei nun mal Tradition. Der Meinung bin ich nicht. Wenn etwas gefährlich ist und es eine mögliche Lösung gibt, dann muss man die sich mindestens mal anschauen. Aber es stimmt schon: Die Einführung geschlossener Cockpits würde die Linien zwischen Formel-1- und Sportwagen verwischen. Das gilt auch für ummanelte Räder.

Die Ansicht, Todesgefahr dürfe mehr nicht zu diesem Sport gehören, das finde ich naiv und unrealistisch. Am Limit ist es unvermeidlich, dass Dinge schief laufen. Die Gesetze der Physik lassen sich nicht ändern. Wir können Gefahren minimieren, aber freakige Unfälle wird es immer geben, Unfälle, bei welchen mehrere Faktoren in tödlicher Art und Weise zusammenfinden, so wie bei Jules Bianchi.

Daher ist auch die Forderung nach Motorsport-Verbot ein Witz – denn den gleichen Eiferern macht es offenbar nichts aus, dass Menschen von Bergen fallen oder von einer Yacht ins Meer. Der Motorsport steht mehr in Zentrum des Interesses, also ist er das leichtere Ziel.

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Rennfahrer akzeptieren die Gefahren, aber das heisst nicht, dass die Arbeit an der Sicherheit ruhen darf. Selbstgefälligkeit ist verfehlt. Doch wird dürfen uns von den Gesundheits- und Sicherheits-Fanatikern nicht vor den Karren ihrer Kampagnen spannen lassen und einen Sport kaputtreglementieren, der vielen Menschen Freude macht.

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