Enea Bastianini (KTM/6.): «Waren nicht weit vom Podium entfernt»
Red Bull-Tech3-Fahrer Enea Bastianini sicherte sich in Assen am Sonntag Platz 6 und verriet danach einige Details zum Fahrverhalten der KTM RC 16. Er war nah dran am Podium – aber Aprilia zu stark.
Enea Bastianini sicherte der gebeutelten Tech3-KTM-Truppe im Hauptrennen von Assen den guten sechsten Rang. Durch den Ausfall von KTM-Speerspitze Pedro Acosta (Red Bull-KTM) war «La Bestia» am Ende der beste KTM RC16-Fahrer am Assen-Sonntag. Er verlor zehn Sekunden auf Sieger Ai Ogura, nachdem er von Startposition 11 aus ins Rennen gegangen war. Eine Position gewann er nach Ende des Rennens, weil Marc Marquez in der letzten Runde einen Track-Limit-Verstoß beging und einen Platz zurückgestuft wurde.
Bastianini – er wird 2027 wohl auf einer Aprilia bei Trackhouse sitzen – rollte gegen Mitte des Rennens an die Kampfgruppe mit den beiden Marquez-Brüdern und Fabio Di Giannantonio – alle auf Ducati – heran, konnte aber dann keine Manöver setzen. «Ich denke, es war ein gutes Wochenende für uns – vielleicht sogar das solideste des bisherigen Jahres», berichtete der 28-Jährige, der von der Adria stammt.
«Ich bin happy, weil wir heute um gute Positionen kämpfen konnte. Wir waren nicht weit vom Podium entfernt. Aber Aprilia war an diesem Wochenende in einer anderen Welt. Am Rest waren wir sehr nah dran. Es wäre am Ende besser gewesen, den weichen Reifen zu verwenden. Ich war nicht sicher über die Wahl, aber es war wohl der Fall.» Bastianini fehlte am Ende nur eine Sekunde auf Landsmann Fabio Di Giannantonio (VR46-Ducati).
Der ehemalige Moto2-Champion Bastianini verrät: «Mein Gefühl mit dem Medium-Reifen war von Beginn an nicht so gut, mit wenig Haftung. Ich habe am Ausgang der schnellen Kurven an Boden verloren. Gestern habe ich gegen Marco Bezzecchi am Ende des Rennens an Boden verloren, die Jungs haben mir dann gesagt, er hatte den Soft-Reifen montiert.»
Einlenkverhalten verbessert
Zum Fahrverhalten seines Motorrads sagt Bastianini: «Das Einlenkverhalten hat sich etwas verbessert. Aber die Probleme hatte ich in dem Moment, wenn ich die Bremse vor schnellen Kurven losgelassen habe – speziell in den Kurven 6 und 7. Da ist das Bike stärker eingetaucht. Daher war ich dort auch meist mit etwas Abstand hinter den Ducati. Sonst konnte ich Druck ganz gut machen – ich war nicht komplett am Limit, wie noch in Brünn.»
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