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Daniil Kvyat: «Werden alle an Jules Bianchi denken»

Red Bull Racing-Talent Daniil Kvyat spricht über die Herausforderungen von Singapur und Suzuka und erklärt, dass der GP in Japan von den Erinnerungen an den tödlich verunglückten Piloten Jules Bianchi überschattet wird.

Formel 1

Im Artikel erwähnt


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Daniil Kvyat, der Singapur-GP ist regelmässig das längste Rennen des Jahres, was die Dauer angeht. Zwei der letzten drei Rennen an der Marina Bay wurden durch Ablauf der Maximaldauer beendet und nicht durch das Erreichen der GP-Distanz. Wie anstrengend ist ein so lange dauerndes Rennen für euch Fahrer?

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Es ist sicher einer der schwierigsten GP-Läufe im WM-Kalender. Er dauert am längsten und ist eines der heissesten und damit körperlich anstrengendsten Rennen des Jahres. Aber ich mag die Strecke, denn obwohl es ein Stadtkurs ist, sind wir dort recht flott unterwegs, auf jeden Fall schneller als in Monaco. Und auch die Atmosphäre wird mit jeder GP-Austragung besser und besser…

Wie fühlt man sich, wenn man in Singapur nach dem Rennen aus dem Cockpit klettert?

Im vergangenen Jahr war das Rennen besonders hart, denn meine Wasserflasche funktionierte nicht und ich konnte nichts trinken. Es wurde also sehr schwierig für mich. In diesem Jahr bin ich körperlich sehr viel besser auf diese Herausforderung vorbereitet, deshalb rechne ich nicht mit Problemen. Die Hitzeschlacht in Malaysia hat sich in diesem Jahr auch schon sehr viel besser angefühlt als im Jahr davor. Ich denke, das wird in Singapur nicht anders sein und gehe davon aus, dass ich okay sein werde.

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Gefällt dir die Stimmung beim Nachtrennen durch die Stadt?

Das Wochenende hat seinen eigenen Rhythmus. Wir versuchen alle, in der europäischen Zeitzone zu bleiben, deshalb stehen wir später auf als gewohnt. Für mich ist das aber okay, ich habe keine Probleme bei dieser Umstellung auf das Nachtrennen. Was die Stadt angeht: Es ist nicht einfach, Zeit für das Nachtleben zu finden. Wenn wir ankommen, dann bietet sich die Gelegenheit vielleicht. Man geht in die Einkaufszentren und schaut sich um. Doch ehrlich gesagt passiert das eher selten, denn sobald das Rennwochenende startet, ist der Terminplan voll.

Danach steht mit dem Rennen in Suzuka ein weiterer GP an, den viele Fahrer in einem Atemzug mit Spa nennen, wenn es um die Herausforderung und den Fahrspass geht. Wie siehst du das?

Das ist definitiv so. Es ist eine sehr spezielle Strecke. Sie hat eine grossartige Geschichte, fühlt sich gut an und umfasst einige echte Mutkurven, was ich sehr mag. Es ist ein wirklich cooler Rundkurs, an dem auch meine offizielle Verkündung als Red Bull Racing-Fahrer erfolgte. Ich verbinde also ganz spezielle Erinnerungen damit. Klar, das vergangene Rennen dort war sehr, sehr schwierig für uns, weil sich Jules Bianchis schlimmer Unfall ereignete. Natürlich werden wir alle an ihn denken, wenn wir dort wieder unterwegs sein werden.

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Welcher Teil der Strecke gefällt dir am besten?

Es gibt viele gute Stellen, die wirklich schnell sind: Die Doppellinks bei Spoon und die berühmt-berüchtigte 130R kann im Nassen sehr schwierig werden. Und auch die Esses sind wirklich knifflig: Wenn man dort ein bisschen daneben liegt, dann wirkt sich das auf die ganze Runde aus. Man muss sehr präzise fahren. Im Ernst: Mir gefällt die ganze Runde – ich finde sie sehr interessant. Ich liebe Highspeed-Kurven und Suzuka hat viele davon zu bieten, es ist also einfach, auf dieser Strecke Fahrspass zu erleben. Wenn man in den richtigen Rhythmus kommt, dann fühlt sich das Ganze grossartig an.

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