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Lukas Tulovic über seinen Job als Ducati-Drehzahlbegrenzer per Handgelenk

Viel ist zum Thema Lukas Tulovic/Ducati und Reduktion der Maximal-Drehzahl schon berichtet worden. Nach den ersten praktischen Erfahrungen klärt der fünffache Saisonsieger bei SPEEDWEEK.com auf.

Im Artikel erwähnt

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Zwei Tage ist Lukas Tulovic inzwischen in Assen beim fünften Saisonlauf der Euro Moto Superbike zugange. Allerdings, wie schon mehrfach kolportiert, wegen seiner tollen Erfolge bei den letzten Rennen nicht mit einer Drehzahl von bis zu 16.100 1/min, sondern gemäß der angewendeten Balance of Performance (BoP) mit maximal 15.600 1/min. Da sich die Reduzierung der Maximal-Drehzahl bei der Ducati Panigale V4R vom Team Triple M Ducati Frankfurt, anders als bei anderen Herstellern, nicht ohne Weiteres per kurzfristigen Eingriff in die Elektronik bewerkstelligen lässt, wurde dem Team und letztlich dem Fahrer auferlegt, selbst für die Einhaltung der neuen Maximal-Drehzahl Sorge zu tragen. Andernfalls droht die Disqualifikation.

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Zwei Tage in den einzelnen Trainingssessions hat das offenbar gut funktioniert, jedenfalls wurde noch nichts beanstandet. Doch wie gestaltet sich das Vabanque-Spiel in der Praxis? Dazu erläuterte Lukas Tulovic im Gespräch mit SPEEDWEEK.com: «Nun, ich musste meinen Fahrstil anpassen und meine Schaltvorgänge umstellen. Ich denke, dass wir diese neue Situation bisher sehr gut gemeistert haben. Wir müssen das Beste daraus machen.»

Nächste Herausforderung: Die Rennen

Nun sind Trainings Trainings und Rennen Rennen. Das heißt, wenn man mehr oder weniger allein bzw. unbedrängt auf der Strecke ist, kann man das noch einigermaßen managen. In Positionskämpfe verstrickt, sieht das sicherlich anders aus. Dazu meint er: «Exakt. Wir werden sehen, wie das in den Rennen funktioniert. Ich sehe auf meinem Dashboard, wo ich mit der Drehzahl bin, um nicht übers Limit zu gehen. Während der Trainingssessions war das okay und ich konnte mich darauf einstellen. In den Rennen wird es aber zu anderen Situationen kommen. Da kann ich noch nicht viel dazu sagen, das werden wir dann sehen.»

Auf die Frage, wie viel Mal pro Runde er aufs Dashboard schaute, meinte er wenig konkret: «Eine Menge mal. Wir haben aber auch einige Hilfsmittel. Wir können die Daten analysieren und sehen, an welcher Stelle der Strecke ich in welchem Gang mit wie viel Drehzahl fahre. Da sind ein paar kritische Stellen. Das wird mir aber auch mit farbigen Lämpchen angezeigt. Das sind einige rote, orange und grüne Stellen. Grün zeigt an, dass keine Gefahr besteht, die anderen, dass ich ein bisschen vorsichtiger sein muss bzw. sehr Acht geben muss. Per Datenauswertung wissen wir, wo Vorsicht geboten ist und wo wir safe sind.»

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Tulovic bleibt professionell

Unter diesen Bedingungen Rennen zu fahren, kann ja nicht die Glückseligkeit schlechthin sein. Mit nach wie vor wenig freundlichen Gesichtszügen erklärte er dazu: «Du kannst nicht so fahren, wie du es gewohnt bist, denn du kannst dich nicht aufs reine Fahren fokussieren. Du musst die Drehzahl managen, was nicht sehr nett ist. Aber ich werde das Beste aus der Situation machen.»

Stellt sich noch die Frage, ob durch die Mehrarbeit – um die Begrifflichkeit Ablenkung vom Wesentlichen zu umschreiben – zusätzliche Gefahrenmomente heraufbeschworen werden? «Ich weiß es nicht», lautet die knappe Antwort des humanoiden Drehzahlbegrenzers per Handgelenkstellung, in die man als Betrachter aber eine gewisse Besorgnis rein interpretieren könnte. Lakonisch sinnierte er abschließend: «Schade, dass ich meine persönliche Performance an diesem Wochenende nicht zeigen kann.»

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Pos

Fahrer

Fahrer

Start Nr

Runden

Zeit

Bestzeit

Punkte

01

Placeholder - Racer

Twan Smits

Team Apreco - Yamaha

85

15

24:32,857

1:37,367

25

02

Marcel Schrötter

Marcel Schrötter

GERT56 by RS Speedbikes

23

15

+5,701

1:37,971

20

03

Lukas Tulovic

Lukas Tulovic

Triple M by Ducati Frankfurt

1

15

+6,513

1:37,308

16

04

Florian Alt

Florian Alt

Holzhauer Racing Promotion

66

15

+7,598

1:37,840

13

05

Toni Finsterbusch

Toni Finsterbusch

GERT56 by RS Speedbikes

56

15

+7,793

1:37,931

11

06

Jan-Ole Jähnig

Jan-Ole Jähnig

GERT56 by RS Speedbikes

14

15

+7,888

1:38,070

10

07

Markus Reiterberger

Markus Reiterberger

Masteroil Alpha Van Zon BMW

28

15

+16,460

1:37,109

9

08

Leon Orgis

ORM Racing Team / ADAC Sachsen e.V.

Leon Orgis

45

15

+19,846

1:38,263

8

09

Jan Mohr

Masteroil Alpha Van Zon BMW

Jan Mohr

5

15

+23,580

1:38,865

7

10

Kevin Orgis

Kevin Orgis

ORM Racing Team / ADAC Sachsen e.V.

44

15

+26,242

1:38,060

6

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