Rechte an der Formel 1: Künftig in chinesischer Hand?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Wohin geht die Reise der Formel 1?

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​Wie der britische TV-Sender Sky berichtet, beteiligt sich eine Gruppe chinesischer Investoren am Projekt, die Anteile von Formel-1-Mehrheitsbesitzer CVC Capital zu übernehmen.

Bernie Ecclestone hatte vor zehn Tagen für einen Paukenschlag gesorgt. Im Rahmen des «Camp Beckenbauer» kündigte der Chefpromoter einen Verkauf der Formel 1 an, und das bis zum Ende des Jahres. «Es wird noch in diesem Jahr einen neuen Besitzer geben», sagte der 84-Jährige auf eine Frage, die ihm bei einem Video-Interview gestellt worden war.

Gemäss Ecclestone gibt es drei Bewerber, um Mehrheitsanteile an der Formel 1 zu übernehmen. Die Investmentfirma CVC Capital Partners hält derzeit am meisten Anteile, 35,5 Prozent. Sie hat Bernie Ecclestone als Verwalter eingesetzt. Ecclestones Familien-Fonds Bambino gehören 8,5 Prozent, Ecclestone selber 5,3 Prozent. Die weiteren Inhaber sind Investmentfirmen wie Blackrock, Norges oder Waddell & Reed.

Seit längerem ist davon die Rede, dass CVC ihre Anteile abstossen wolle. Im Rennen um diese Anteile sind Investoren aus Katar und der US-Milliardär Stephen Ross (dem Immobilien-Mogul Ross gehören unter anderem die Miami Dolphins aus der amerikanischen Football-Profiliga NFL. Sein Vermögen wird auf knapp sechs Milliarden Euro geschätzt).

Nun berichtet die britische Sky in den Nachrichten: Ein Grossteil der neuen potenziellen Investoren stamme aus China. Die Firma China Media Capital (CMC) stehe an der Spitze einer Gruppe chinesischer Unternehmen, die zusammen rund 1,5 Milliarden Dollar beisteuern wollen für jenes Übernahmeprojekt, das unter der Leitung des US-Amerikaners Stephen Ross entstehe.

Angeblich will Ross nun von CVC Capital Partners eine Frist von 90 Tagen erwirken, in welcher er exklusiv mit Bernie Ecclestone verhandeln kann. In diesen drei Monaten soll auch eine Unternehmensbewertung stattfinden.

Die chinesische CMC ist Teil einer Mediengruppe, welche weltweit expandiert: So wurde zum Beispiel mit den Warner Bros. ein Abkommen beschlossen, das die Produktion und den Vertrieb chinesischer Filme auf der ganzen Welt vorsieht.

Gemäss Informationen der Sky spielt die Firma Qatar Sports Investments (der auch das Pariser Fussballteam Saint-Germain gehört) beim ganzen Deal nur noch eine untergeordnete Rolle.

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