Boullier: «Honda-Power zwischen Mercedes und Ferrari»

Von Agnes Carlier
Formel 1
Eric Boullier: «Einzig die kommerziellen Verhältnisse bereiten uns noch etwas Kopfschmerzen»

Eric Boullier: «Einzig die kommerziellen Verhältnisse bereiten uns noch etwas Kopfschmerzen»

McLaren-Honda-Renndirektor Eric Boullier spricht über die neuesten Teile, die neuen Regeln für 2017 und verrät, was er selbst am Formel-1-Regelwerk ändern würde, wenn er einen Wunsch frei hätte.
Eric Boullier, die Formel 1 war ja schon während der Wintertests auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya unterwegs. Welche Fortschritte hat McLaren-Honda seitdem gemacht?

Auch wenn wir hier acht Vorsaison-Testtage absolviert haben, kommen wir nicht mit den gleichen Voraussetzungen wie zum Test. Denn die Bedingungen sind ganz anders, das Auto auch – sogar die Lackierung, auch wenn Letzteres natürlich keinen Einfluss auf die Performance hat. Wir haben das Chassis und den Motor auch stark weiterentwickelt, das erklärt, warum wir hier Probleme mit der Fahrzeug-Balance haben. Aber insgesamt sind wir mit den Fortschritten zufrieden.

Was ist alles neu?

Wir haben hier ein umfangreiches Weiterentwicklungspaket dabei, das wir nun ausgiebig ausprobieren können, um herauszufinden, welche Teile wir im Rennen einsetzen wollen. Das Team hat also alle Hände voll zu tun.

Und wie sieht es bei der Antriebseinheit aus?

Wir haben bei beiden Autos den Sotschi-Motor drin. In Russland war das Qualifying eine Enttäuschung, doch wenn man die Daten genau studiert, dann sieht man, dass wir bei der Power nun irgendwo zwischen Mercedes und Ferrari liegen. Der Fortschritt ist für die Piloten klar spürbar und auch auf der Strecke kann jeder sehen, dass wir stärker geworden sind. Wir sind also auf dem richtigen Weg und es geht vorwärts!

Hat sich irgendetwas an der Honda-Philosophie geändert?

Ja und nein, Honda verfolgte schon immer einen guten Ansatz und ist auch gerne bereit, schnell zu reagieren. Man spürt, dass jeder Einzelne im Werk Vollgas gibt. Und deshalb kommen auch die Veränderungen, die uns versprochen wurden. Honda-Präsident und Geschäftsführer Takahiro Hachigo wird in Monaco dabei sein.

Sind Sie zufrieden mit den 2017er-Regeln, die beschlossen wurden?

Absolut, nun haben wir das Ganze für die nächsten Jahre in Stein gemeisselt und das ist gut so. Einzig die kommerziellen Verhältnisse bereiten uns noch etwas Kopfschmerzen, doch das ist eine sehr schwierige und heikle Angelegenheit. Wichtig ist, dass nun kein Team mehr ohne Motor dasteht. Meiner Ansicht nach gibt es keinen Grund, dass Honda Sauber oder Toro Rosso im nächsten Jahr beliefert, wie in verschiedenen Medien zu lesen war. Das wird nicht passieren.

Was würdest du an den Regeln ändern, wen du einen Wunsch frei hättest?

Alles (lacht). Nein, die Regeln sind ja letztlich für alle gleich. Alles, was wir uns wünschen können, sind generell weniger Regeln und mehr Entwicklungsfreiheit für alle, denn die kreativen Ideen sind zahlreich.

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