Marmande: Erik Riss triumphiert, Lindgren überrascht

Von Ivo Schützbach
Grasbahn

Mit seinem Sieg im Finale gewann Erik Riss das prestigeträchtige Grasbahnrennen auf der Dreiecksbahn in Marmande. Speedway-Profi Fredrik Lindgren fuhr bei seinem Debüt auf Anhieb in die Weltspitze.

Neun aktuelle Grand-Prix-Fahrer machten das Grasbahnrennen in Marmande zu einem Weltklasse-Event, der in Weltmeister Erik Riss einen deutschen Sieger sah.

Riss gewann im Finale von innen den Start, fuhr über die harte Innenbahn bis ganz nach außen an die Bande und verhinderte so, dass ihm ein Gegner außen vorbeihuscht. Bereits nach einer Runde hatte der Schwabe einen Vorsprung und siegte souverän vor Joonas Kylmäkorpi und Richard Hall.

Mathieu Trésarrieu hat in den Vorläufen und im Halbfinale lediglich drei Punkte abgegeben (gegen de Jong, Kylmäkopri und Lindgren) und ging als Punktbester ins Finale. Dort wurde der Franzose ausgangs der zweiten Kurve von Hall in die Airfences gedrückt und stürzte. Weil er sofort aufstand und sein Motorrad von der Bahn schaffte, wurde der Lauf nicht abgebrochen und Trésarrieu als Vierter gewertet.

Fredrik Lindgren fuhr bei seinem Grasbahn-Debüt auf einem Motorrad von Kylmäkorpi bis ins Finale, wurde dort aber Opfer des Trésarrieu-Sturzes, der direkt vor ihm fiel. Der Schwede schoss daraufhin durchs Innenfeld und wurde disqualifiziert.

Experten waren sich einig, dass das Finale von Schiedsrichter Laurent Sambarey hätte abgebrochen und Hall disqualifiziert werden müssen. So waren Trésarrieu und Lindgren die Betrogenen.

Ob er weitere Langbahnrennen fahren wird, wollte «Fast Freddie» nicht verraten: «Ich habe ja nicht mal ein eigenes Motorrad.»

Lindgren kam zugute, dass sich die Grasbahn in Marmande so gut präsentierte wie seit Jahren nicht mehr, alle Löcher und Rillen wurden entfernet, «man hätte mit einem Speedway-Motorrad», fahren können», erzählte Stephan Katt SPEEDWEEK.com.

Der Neuwittenbeker wurde vor 6000 Zuschauern mit neun Punkten Zehnter. «Meinen ersten Lauf habe ich versaut», meinte Katt zu seiner Nullrunde zu Beginn. «Ich bin nicht zufrieden über meine neun Punkte, aber ich bin mit meinem Fahren zufrieden und mit meinen Starts. Ich habe Läufe vor Kylmäkorpi und Lindgren beendet, es war einfach eine enge Kiste und ein realistisches Ergebnis.»

Vizeweltmeister Jannick de Jong fiel in einem Vorlauf in Führung liegend aus, der Niederländer wäre sonst statt Lindgren im Finale gestanden.

Jörg Tebbe hatte ordentliche Starts, verwandelte die gute Ausgangslage aber lediglich in drei Punkte: Nur Rang 13. Enrico Janoschka wurde mit einem Punkt gar nur 15.

Ergebnisse Grasbahn Marmande/F:

Finale:
1. Erik Riss (D), 19 Vorlaufpunkte
2. Joonas Kylmäkorpi (S), 18
3. Richard Hall (GB), 19
4. Mathieu Trésarrieu (F), 21
5. Fredrik Lindgren (S), 17

Ferner:
6. Jannick de Jong (NL), 15
7. Stéphane Trésarrieu (F), 12
8. Gabriel Dubernard (F), 10
9. Glen Phillips (GB), 9
10. Stephan Katt (D), 9
11. Josef Franc (CZ), 7
12. Theo Di Palma (F), 7
13. Jörg Tebbe (D), 3
14. Jérôme Lespinasse (F), 2
15. Enrico Janoschka (D), 1
16. Sébastien Tréarrieu (F), 1
17. Georgie Wood (GB), 0

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