Bestätigt: Timo Bernhard fährt IMSA im Mazda DPi

Von Oliver Müller
IMSA
Die beiden Mazda DPi werden 2019 in der IMSA für Furore sorgen

Die beiden Mazda DPi werden 2019 in der IMSA für Furore sorgen

Das Team Joest hat für 2019 ordentlich aufgerüstet. So wird Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard die IMSA-Klassiker im Mazda DPi bestreiten. In Daytona und Sebring teilt er sich das Cockpit mit DTM-Star René Rast.

Es hatte sich hinter den Kulissen in den letzten Tagen bereits angedeutet. Doch nun folgte tatsächlich die finale Bestätigung. Timo Bernhard wird in der kommenden Saison in der amerikanischen IMSA-Serie antreten und einen Mazda DPi pilotieren. Der 37-Jährige bestreitet jedoch nicht alle Läufe der Meisterschaft, sondern lediglich die vier Langstrecken-Rennen, die unter der Bezeichnung 'North American Endurance Cup' zusammen gefasst sind. Dabei handelt es sich um die 24 Stunden von Daytona, die 12 Stunden von Sebring, die 6 Stunden von Watkins Glen und das 'Petit Le Mans' in Road Atlanta. «John Doonan von Mazda kenne ich schon seit fast zehn Jahren als ich in der ALMS Rennen gefahren bin. Ich habe immer schon die Leidenschaft gesehen, die Mazda für Motorsport hat. Der Mazda RT24-P hat sich im Laufe der vergangenen Saison sehr verbessert und am Ende waren sie sogar vorne mit dabei», blickt Bernhard auf die neue Aufgabe voraus.

In Bezug auf die Performance des Mazda konnte sich Bernhard bereits beim Petit Le Mans 2018 ein gutes Bild machen – sogar direkt von der Strecke aus. Damals gab Bernhard einen Gastauftritt im Nissan DPi und konnte dabei zusehen, wie beide Mazda auf das Podium fuhren. Der Mazda-Einsatz wird seit 2018 vom deutschen Team Joest durchgeführt. Die Mannschaft aus dem Odenwald hat das zuvor eher mittelprächtige Projekt mittlerweile gut umgekrempelt und wird 2019 sicher den einen oder anderen Sieg einfahren können.

Vor der Partnerschaft mit Mazda bereitete Joest etliche Jahre die Audi LMP1 vor und hat dabei eine ganze Sportwagen-Epoche geprägt. Und auch Timo Bernhard konnte mit Joest schon einen ganz großen Erfolg feiern. «“Ich habe tolle Erinnerungen an das Team Joest. Denn in 2010 haben wir gemeinsam die 24-Stunden von Le Mans gewonnen», blickt er zurück.

Joest hat für 2019 zudem einen elementare Umbesetzung zu verzeichnen. So wird nun Jan Lange das Team als CEO anführen und sich um das Tagesgeschäft kümmern. Diese Position nahm zuvor Ralf Jüttner ein. Dieser bleibt Joest Racing jedoch erhalten und kümmert sich um andere (wichtige) Aufgaben. Lange gehörte schon zu Audi-Zeiten zum Teamaufgebot. Für den IMSA-Einsatz hat Joest 2018 eine Basis in der Nähe von Atlanta bezogen. Dort wird ab sofort Chris Mower als Koordinator agieren.

Timo Bernhard fährt die IMSA-Rennen an der Seite der beiden Stammpiloten Tristan Nunez und Oliver Jarvis. Bei den Events in Daytona und Sebring kommt zudem noch René Rast als vierter Pilot hinzu. «Ich freue mich darauf das Auto mit so tollen Teamkollegen wie Olly und René, die ich beide gut kenne, sowie Tristan zu teilen», so Bernhard. Und auch am Boxenstand wurde für dieses Aufgebot nochmals nachgelegt. So betreut Leena Gade den Wagen als Renningenieurin. Die Britin hat ebenfalls eine Vergangenheit mit Audi. Sie agierte in derselben Position bereits im ingolstädter LMP1-Programm und konnte mit Benoît Tréluyer, André Lotterer und Marcel Fässler sogar schon bei den 24 Stunden von Le Mans jubeln.

Den zweiten Mazda DPi fahren 2019 wieder Jonathan Bomarito und Harry Tincknell. Für die vier Langstrecken-Rennen kommt zudem Olivier Pla hinzu. Bei dem Franzosen handelt es sich um Stefan Mückes Wagenpartner bei Ford aus der FIA WEC.

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