Überraschung: Cal Crutchlow gibt MotoGP-Comeback und springt für Zarco ein
Der dreifache MotoGP-Sieger Cal Crutchlow wird beim Italien-GP in Mugello den verletzten Johann Zarco im LCR-Team ersetzen. Sein letztes MotoGP-Rennen ist der 40-jährige Brite im Herbst 2023 gefahren.
Johann Zarco hatte sich beim verheerenden Crash in Barcelona Verletzungen am vorderen und hinteren Kreuzband sowie am Innenmeniskus und einen Riss im Wadenbereich zugezogen. Die komplizierte Knieverletzung zwingt den Franzosen zu einer längeren MotoGP-Pause.
Am Donnerstag gab das LCR-Honda-Team überraschend bekannt, dass Cal Crutchlow beim Großen Preis von Italien in Mugello für den verletzten Zarco einspringen wird. Das italienische Team und der Brite blicken auf eine lange gemeinsame MotoGP-Vergangenheit zurück.
«Es ist ein Wiedersehen in der Gegenwart, verbunden mit Erinnerungen an die Vergangenheit, denn der Brite kam 2015 zu LCR und fuhr sechs Saisons lang für uns. Gemeinsam erzielten wir insgesamt 12 Podestplätze, darunter drei Siege», hieß es in einem kurzen Statement von LCR Honda. «LCR bedankt sich bei Cal für seine Verfügbarkeit, sein Engagement und seine Bereitschaft, die Honda RC213V zu fahren. Gleichzeitig sendet das gesamte Team Johann Zarco in dieser Zeit seine volle Unterstützung und wünscht ihm Kraft und eine reibungslose Genesung.»
Sein letztes MotoGP-Rennen fuhr Crutchlow 2023 mit einer Yamaha M1 in Motegi – damals trat er mit einer Wildcard beim Japan-GP an. 2024 hielt den damaligen Testfahrer eine komplizierte Handverletzung von weiteren Einsätzen zurück. Nach langer Genesungszeit wurde die Zusammenarbeit mit Yamaha beendet und Crutchlow verabschiedete sich aus der MotoGP-WM.
Sein erster Sieg gelang Cal Crutchlow 2016 in Brünn. Es war zugleich der erste MotoGP-Sieg in der Geschichte von LCR. Im selben Jahr holte der charismatische Brite beim Australien-GP einen zweiten Sieg. Triumph Nummer 3 gelang ihm 2018 in Argentinien. Nun kommt das Duo 2026 in Mugello wieder zusammen.
Dass Honda auf den 40-jährigen Crutchlow zurückgreift, verdeutlicht den momentanen Fahrerengpass beim japanischen Hersteller. Testfahrer Aleix Espargaro fällt nach seinem heftigen Test-Crash vor einigen Wochen noch länger aus, Takaaki Nakagami ist zu 100 Prozent in das 850-ccm-Projekt für 2027 eingebunden. Und der Deutsche Stefan Bradl will keine Rennen mehr bestreiten.
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