Nicki Pedersen bekam GP-Wildcard – und lehnte sie ab!

Von Manuel Wüst
Langbahn-GP
Nicki Pedersen

Nicki Pedersen

Nach der Vergabe der drei permanenten Wildcards für den Langbahn-Grand-Prix stehen die 14 Fixstarter für 2019 fest. Zwei Spitzenfahrer verzichteten, obwohl sie vom Motorrad-Weltverband FIM eine Wildcard bekommen hätten.

Als aussichtsreichste Kandidaten galten bei der Vergabe der drei Dauer-Wildcards für den Grand Prix 2019 neben dem ehemaligen Vizeweltmeister Michael Härtel aus Dingolfing der Brite Chris Harris und Jesse Mustonen.

Mustonen beendete die Weltmeisterschaft mit 18 Punkten auf dem 14. Rang, musste jedoch ab dem Challenge in Bielefeld verletzungsbedingt aussetzen. Beim WM-Auftakt in Herxheim verpasste der Finne als Vierter das Podium knapp und holte dort 16 seiner 18 Punkte.

Für Chris Harris, der viele Jahre im Speedway-GP fuhr, wurde durch die starke Performance von Bernd Diener eine Wildcard nötig, da er mit zwei Punkten Rückstand auf den Schwarzwälder die Qualifikation für den GP 2019 verpasste. Der Engländer kam im GP wie bereits im Vorjahr erst spät in Fahrt.

Mit Anders Mellgren wurde überraschend ein Schwede für den Langbahn-GP nominiert. Mellgren bot in Mühldorf mit Rang 7 eine überzeugende Leistung, kam ins Halbfinale und holte dort elf seiner 15 WM-Punkte.

«2019 ist mein letztes Jahr in der Speedway-U21-WM, dieses Jahr konnte ich wegen Terminen auf der Langbahn einige Speedwayrennen nicht fahren», erklärte Härtel SPEEDWEEK.com seine Prioritätensetzung. «Das könnte nächstes Jahr wieder der Fall sein mit doofen Terminüberschneidungen.» Der 20-Jährige hatte deshalb schon vorab verlautbart, dass er kein Interesse an einer Langbahn-Wildcard hat.

Der dreifache Speedway-Weltmeister Nicki Pedersen hatte nach seinem Langbahntraining in Scheeßel in letzter Minute eine Wildcard für den Grand Prix beantragt. Die FIM gestand ihm erwartungsgemäß eine zu, der Däne lehnte diese jedoch ab, ist beim Motorrad-Weltverband zu erfahren. Wieso er sie überhaupt beantragt hat, ist rätselhaft.

Der zweifache Weltmeister Erik Riss, der beim Abschlusstraining in Herxheim wieder auf einem Langbahnbike unterwegs war, wird sich weiterhin auf den Speedway-Sport konzentrieren.

Als Nachrücker, die im Fall von verletzten permanenten GP-Fahrern zum Einsatz kommen, wurden Lukas Fienhage (D), Hynek Stichauer (CZ), Jörg Tebbe (D), Gaetan Stella (F) und Zach Wajtknecht (GB) nominiert.

Fixstarter Langbahn-GP 2019:

Aus dem Grand Prix 2018:
Martin Smolinski (D)
Dimitri Bergé (F)
Mathieu Trésarrieu (F)
Josef Franc (CZ)
James Shanes (GB)
Theo Pijper (NL)
Bernd Diener (D)

Aus dem Challenge:
Romano Hummel (NL)
Martin Malek (CZ)
Andrew Appleton (GB)
Max Dilger (D)


Wildcards:
Chris Harris (GB)
Jesse Mustonen (FIN)
Anders Mellgren (S)

Nachrücker:
Lukas Fienhage (D)
Hynek Stichauer (CZ)
Jörg Tebbe (D)
Gaetan Stella (F)
Zach Wajtknecht (GB)
Zach Wajtknecht (GB)

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