Langbahn-GP 2020: Überraschung bei Wildcard-Vergabe

Von Manuel Wüst
Langbahn-GP
Tomas H. Jonasson ist aus dem Speedway-GP bekannt

Tomas H. Jonasson ist aus dem Speedway-GP bekannt

Die letzten Startplätze für den Langbahn-Grand-Prix 2020 sind vom Weltverband FIM vergeben worden. James Shanes, Kenneth Kruse Hansen und Tomas Hjelm Jonasson sind die Glücklichen.

Mit Kenneth Kruse Hansen aus Dänemark und dem Schweden Thomas H. Jonasson gehen zwei permanente Wildcards für die Langbahn-Weltmeisterschaft 2020 nach Skandinavien. Hansen fuhr 2019 eine starke Saison, holte in der Grasbahn-Europameisterschaft die Bronzemedaille und qualifizierte sich bei der Qualifikationsrunde in Marienbad als Achter sicher für den Challenge. Im Challenge in Scheeßel musste der Däne eine Disqualifikation im zweiten Durchgang hinnehmen, verpasste als Sechster das Finale und damit auch die Chance auf die sportliche Qualifikation.

Der Engländer James Shanes hatte sich nach dem dritten von fünf Rennen zur Weltmeisterschaft 2019 verletzt und konnte die beiden letzten Grand Prix in Morizes und Mühldorf nicht bestreiten, wodurch die Wildcard für den zweifachen Europameister nachvollziehbar ist.

Der Schwede Tomas Jonasson, der vor einigen Jahren im Speedway-GP fuhr, überrascht hingegen. Jonasson fuhr bei der Team-WM für Schweden in Vechta, wo er einen dritten und einen vierten Platz holte und verpasste die Qualifikation für den GP-Challenge mit fünf Punkten deutlich. Die Wildcardvergabe an den Schweden kann nur durch den Wunsch nach mehr Nationen in der Weltmeisterschaft begründet sein.

Leer aus gingen bei der Wildcardvergabe unter anderen Max Dilger und Romano Hummel, die sich auf Rang 3 und 4 der Nachrückerliste wiederfinden. Hummel kämpfte die ganze Saison über mit Verletzungen. Dilger fuhr auch einen Großteil der Saison verletzt und wurde in der Weltmeisterschaft Neunter. Dilgers Chancen auf eine permanente Wildcard standen von Anfang an schlecht, da mit Martin Smolinski und Lukas Fienhage aus den Top-7 der Saison 2019 sowie Bernd Diener und Stephan Katt aus dem Challenge bereits vier Deutsche im GP stehen.

Überraschend auf Rang 1 der Substitute-Liste steht der Franzose Gaétan Stella, noch vor Grasbahn-Europameister Zach Waijtknecht aus Großbritannien. Der Franzose fand bei der Team-WM keine Berücksichtigung und beendete den Challenge nur auf dem zehnten Rang.

Im WM-Feld stellt Deutschland mit vier die meisten Fahrer, gefolgt von Großbritannien mit drei und Frankreich mit zwei. Aus den Niederlanden, Tschechien, Finnland, Schweden und Dänemark ist je ein Fahrer in der Weltmeisterschaft 2020 dabei.

Line-up Langbahn-GP 2020:

Top-7 der WM 2019:

Dimitri Bergé (F)
Martin Smolinski (D)
Mathieu Trésarrieu (F)
Lukas Fienhage (D)
Josef Franc (CZ)
Theo Pijper (NL)
Chris Harris (GB)

Aus dem Challenge:

Stephan Katt (D)
Bernd Diener (D)
Jesse Mustonen (FIN)
Richard Hall (GB)

Permanente Wildcards:

James Shanes (GB)
Tomas H. Jonasson (S)
Kenneth Kruse Hansen (DK)

Nachrückerliste:

Gaétan Stella (F)
Zach Wajtknecht (GB)
Max Dilger (D)
Romano Hummel (NL)
Martin Malek (CZ)
Jarno de Vries (NL)

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