Überraschung: Erik Riss 2021 zurück auf der Langbahn

Von Rudi Hagen
Langbahn-GP
Erik Riss und seine Verlobte Maddie leben zur Zeit in Australien

Erik Riss und seine Verlobte Maddie leben zur Zeit in Australien

Erik Riss hat wieder Lust auf die Langbahn. Im Exklusiv-Interview mit SPEEDWEEK.com erklärt der zweifache Weltmeister warum und erlaubt dabei Einblicke in sein Seelenleben. Teil 1.

Vier Jahre lang ist Erik Riss kein Langbahnrennen mehr gefahren. Der Weltmeister von 2014 und 2016 hatte sich nach seinen Erfolgen auf der Langbahn ganz dem Speedway verschrieben. Jetzt will der Seibranzer auf die langen Bahnen zurückkehren.

Den Termin für die Beantragung einer Wildcard für die Langbahn-Weltmeisterschaft 2021 hat der mittlerweile 25-jährige Deutsche jedoch verpasst. Er möchte aber in der kommenden Saison – wenn es die Situation um COVID-19 zulässt - offene Sand- und Grasbahnrennen bestreiten und will sich auch um Wildcards bei möglichen Grands Prix in Deutschland bemühen. SPEEDWEEK.com sprach in diesen unsicheren Zeiten mit Erik Riss.

Hallo Erik, wo erreiche ich dich gerade?

Ich bin jetzt gerade bei meiner Verlobten Maddie in Australien, die wohnt in Kurri Kurri, das ist eine Kleinstadt im Bundesstaat New South Wales. Ich bin hier seit Mitte des Jahres und ich fliege zurück, wenn man weiß, dass die Saison 2021 sicher stattfindet.

Wie verlief deine Saison 2020?

Eine Saison gab es für mich nicht wirklich. Ich bin Anfang des Jahres von Australien zurückgekommen, bin dann nach England und habe mich dort vorbereitet. Es war alles ready, bei uns in Deutschland ging es gerade los mit der Corona-Pandemie. Im März ging es dann auch in England mit Corona los. Am 20. März hätte ich in England mein erstes Rennen gehabt, aber die Lage wurde auch dort immer schlimmer und eins nach dem anderen Rennen wurde abgesagt. Da war die Saison für mich eigentlich gelaufen, denn ich hatte Ligaverträge in England abgeschlossen. Zuerst haben sie die Liga verschoben und dann am Ende komplett abgesagt. Ich stand ohne Club da, ohne irgendwas. Für mich war die Saison zu Ende, bevor sie überhaupt angefangen hatte.

COVID-19 dein Leben also sehr bisher beeinflusst, oder?

Ja, das hat mein Leben persönlich sehr beeinflusst. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte ich gar keine Rennen, ich hatte nichts. Anfangs habe ich immer darauf gehofft, dass alles stattfindet, aber dann wurde mir klar, dass in diesem Jahr keine Rennen mehr gefahren werden. Das ziemlich schwierig für mich zu akzeptieren, vor allem als in Polen die Liga losging, war mir klar, dass ich auf der Stelle trete, weil andere fahren und Fahrpraxis bekommen und ich nicht.

Hast du dich denn ständig in England aufgehalten?

Nein, als im März die Lage immer schlimmer wurde, hatten Maddie und ich beschlossen, wieder nach Australien auszureisen. Wir hatten dann Ende März schon einen Flug gebucht, aber einen Morgen vor unserem Flug wurde in Australien beschlossen, dass keine Ausländer mehr ins Land hinein durften. Ja, wir mussten unseren Flug canceln und saßen in England fest. Das ging ein paar Wochen und als die Lage nicht besser wurde, haben wir beschlossen, dass sie nach Australien zurück fliegt und ich mit meinem ganzen Equipment nach Deutschland zurück fahre. Ich war dann Anfang April wieder daheim und habe für meinen Dad gearbeitet, bevor ich dann Mitte Juli wieder nach Australien geflogen bin.

Wie hast du dazu die nötige Genehmigung der Behörden bekommen?

Durch Recherchen hatten wir heraus gefunden, dass man in Australien einreisen durfte, wenn man mit einer australischen Staatsbürgerin liiert ist. Das war bei mir ja der Fall. Es war nicht so einfach solch eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen, es war ein großer Aufwand. Ich habe es aber letztendlich nach Australien geschafft.

Fortsetzung folgt.

Im zweiten Teil erzählt Erik Riss, wie er in Australien hart an sich gearbeitet und seine ganze Energie in das Training hinein gesteckt hat. Wie sich bei ihm wieder Freude auf das Langbahnfahren entwickelt und welche Pläne er für zukünftig in dieser Hinsicht hat.

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