Langbahn-GP: Erneut wird alles umgeworfen

Von Susi Weber
Langbahn-GP
2014 wird in der Langbahn-WM weiterhin mit nur fünf Piloten gefahren

2014 wird in der Langbahn-WM weiterhin mit nur fünf Piloten gefahren

Fünf Grands Prix, eine Reduzierung des Fahrerfeldes und der Rennläufe und zwei WM-Läufe in Deutschland – so könnte die Langbahn-WM 2014 aussehen.

«Nach jetzigem Stand wird der Modus der Langbahn-WM geändert», erklärte Joachim Ohmer vom DMSB-Bahnsport-Ausschuss im Rahmen der Tagung der Süddeutschen Veranstalter (SBM) in Plattling. Der nun gefundene, aber noch nicht abgesegnete Kompromiss, kam vor allem aufgrund der Anregungen deutscher Veranstalter zustande. Sie ließen am 2013 neu eingeführten, Zeit zehrenden System mit 23 Läufen kein gutes Haar. Hinzu kamen hohe Kosten, die immer mehr deutsche Veranstalter abhielten, sich um einen Grand Prix zu bewerben. Vechta als letzter deutsche GP-Veranstalter 2013 erklärte seinen Rückzug. Klar ist derzeit auch, dass mit Forssa/Finnland und Forus/Norwegen die beiden skandinavischen Veranstalter dem Motorrad-Weltverband FIM eine Abfuhr erteilten.

Armando Castagna, höchster FIM-Bahnsport-Funktionär, und Thierry Bouin, FIM-Race-Koordinator, reagierten nun auf die Veranstalter-Kritik und die Änderungswünsche. Runter mit der Fahrerzahl und damit auch dem Preisgeld, 15 Läufe plus zwei Semis und Finale – so sieht das Konzept nach jetzigem Stand aus. Bleiben wird die Regel, dass auch 2014 fünf Fahrer je Lauf am Start sind. FIM- und DMSB-Genehmigungsgebühren sollen sinken. Durch Preisgeld- und Gebührenreduzierungen ließen sich rund 10.000 Euro für die Veranstalter einsparen.

«Mein Gefühl sagt mir, dass es 2013 mindestens fünf Grands Prix geben wird», sagte Ohmer. Die französischen Veranstalter Marmande und Morizes haben bereits im Vorfeld der Modusänderungs-Diskussion ihr Interesse bekundet. Neben Eenrum/Niederlande und Herxheim/Deutschland (am Vatertag?) möchte sich auch ein weiterer deutscher Verein ins GP-Karussell einklinken.

Die Reduzierung des Fahrerfeldes nannte Ohmer eine Gratwanderung: «Die Lösung ist sicher nicht optimal, das ist mir bewusst.» Für 2014 bedeutet sie: Permanente Wildcards wird es nicht geben. Die Plätze 1 bis 10 der WM 2013 und die fünf Challenge-Besten sind qualifiziert. Zu ihnen gesellen sich zwei Reservisten. In jedem Fall sind Jörg Tebbe, Richard Speiser, Martin Smolinski, Erik Riss und Stephan Katt im Langbahn-GP 2014 im Aufgebot. Ob sich das deutsche Quintett nun tatsächlich gegen zehn Gegnern beweisen muss, wird die FIM Ende November entscheiden – und gleichzeitig auch die WM-Veranstalter benennen.

Sollte Martin Smolinski seine Ankündigung wahr machen und auf den Langbahn-GP verzichten, rückt ein Fahrer nach. Ob aus dem Grand Prix oder dem Challenge, ist noch unklar.

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