Langbahn-GP

Erik Riss: Anfeindungen, Beleidigungen, Missgunst

Von Ivo Schützbach - 30.09.2014 11:11

Nicht alle Fahrer und Fans sind über den neuen Langbahn-Weltmeister Erik Riss glücklich. Er hat mit 19 Jahren erreicht, was keinem vor ihm gelang – das ruft Neider auf den Plan.

Als Erik Riss als Weltmeister feststand, beklagte sich der vierfache Champion Joonas Kylmäkorpi bei SPEEDWEEK.com über den Bahndienst in Mühldorf und sagte, Riss habe durch Betrug gewonnen.

Als zwei Läufe wegen Zucker von Riss während der Grünphase abgebrochen und neu gestartet werden mussten, schimpften weitere Gegner. Falsch gemacht hat der neue Weltmeister in diesem Sinne nichts, die Entscheidung, wie mit seinen Fehlstarts umzugehen ist, lag alleine beim Schiedsrichter. Das Regelbuch gibt klar her, wie Chris Durno entschieden hat.

Anlässlich zahlreicher Kommentare im Internet, Anfeindungen und Beleidigungen gegen ihn, platze Erik Riss am Montagabend der Kragen und er veröffentliche auf seiner Facebook-Seite folgenden Text, den wir an dieser Stelle originalgetreu wiedergeben.

«Um hier mal etwas klar zustellen...»

«Eigentlich geht mir das am Arsch vorbei wenn mich irgendjemand im Netz verbal angreift aber nach dem gestrigen Rennen geht das eindeutig zu weit, da manche versuchen mich und mein Team in ein schlechtes Licht zu rücken..»

«Zuerst: Ob die Bahn gewässert wurde und ob das auf meinem Startplatz der Fall war, kann ich wohl am besten beurteilen und wer nicht mit seinen eigenen Füßen zu diesem Zeitpunkt am gleichen Ort wie ich stand, sollte lieber sein Maul nicht so weit aufreisen !»

«In Mühldorf liegt dem Fahrer ein ganz spezieller Bahnbelag vor... grob, kiesig, welcher nur bindet wenn er feucht ist... Deshalb ist es für den Fahrer und dessen Vorbereitung des Startplatzes von Vorteil wenn dieser bewässert ist, um feuchtes Material in die Rille zu schaffen und dieses festzustampfen, was bei trockenem Material kaum möglich ist... wer meint, darüber besser Bescheid zu wissen als ich sollte sich schnellstens auf den Weg nach Mühldorf machen, um sich vom Gegenteil überzeugen zu lassen...»

«So weit so gut..»

«Kylmakorpi meinte:" Nach Lauf 12 hat jeder gesehen, was passiert ist. Sie haben die Bahn gewässert, Erik hatte in Lauf 13 Startbahn 1..."»

«FALSCH. Ob mein Startplatz gewässert war oder nicht kann ich wohl am besten beurteilen... und ja, er war gewässert, Kylmakorpi beschwerte sich jedoch darüber, dass mein Startplatz nicht gewässert war!»

«Das Regelbuch besagt, dass der punktbeste Fahrer als erstes den Startplatz für das Semi-Finale aussuchen darf, das war in diesem Falle ich. Und warum?! Weil ich mir diese Punkte in meinen Vorläufen erarbeitet habe! Nach den Vorläufen hatte ich 19 Punkte, Kylmakorpi 15.»

«Dazu verweise ich gerne auf die einzelnen Läufe, wo ihr vergleichen könnt von welchen Startplätzen ich MEHR gepunktet habe, was auf Startplatz rot NICHT der Fall war, da ich und Kylmakorpi von rot beide unsere Läufe gewonnen haben!»

«Als nächstes: Es ist ALLEIN die Entscheidung des Schiedsrichters, ob er mich zum Start des re-runs wieder zulässt und das hat er in diesem Fall.»

«Wie oft passiert es im Speedway GP oder selbst bei anderen Langbahn oder Speedway Rennen, dass ein Fahrer am Start zuckt ?! oft genug und ausgeschlossen wird nie ein Fahrer wer darüber nicht bescheid weiss, klappe halten!»

«Nur wenn ein Erik RISS am Start zuckt, entstehen Diskussionen, aber das war ja zu erwarten»

«Dass sich ein Herr Kylmakorpi im Nachhinein im Internet über mich aufregt kann ich nur als feige beurteilen.»

«In diesem Sinne Dankeschön, an alle die es mir gegönnt haben und auch an die, die es nicht tun, denn das zeigt mir nur, was ich mir erarbeitet habe.»

«„Neid muss man sich verdienen, Mitleid bekommt man geschenkt“ - Ralph Siegel»

«Schönen Tag noch... #1»

Erik Riss wurde in Mühldorf mit 19 Jahren jüngster Langbahn-Weltmeister © Bär Erik Riss wurde in Mühldorf mit 19 Jahren jüngster Langbahn-Weltmeister

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