Jannick de Jong: «WM-Karten werden neu gemischt»

Von Rudi Hagen
Langbahn-GP
Jannick de Jong ist einer der Kandidaten für den WM-Titel

Jannick de Jong ist einer der Kandidaten für den WM-Titel

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von WM-Leader Joonas Kylmäkorpi haben Erik Riss und Jannick de Jong große Chancen, beim Langbahn-GP in Vechta an dem Finnen vorbei zu ziehen.

Vor dem dritten Langbahn-GP am Samstag in Vechta werden die Karten in der WM-Wertung neu gemischt. Der Führende der WM, der Finne Joonas Kylmäkorpi, hat sich bei einem Sturz in der dänischen Speedway-Liga die Bandscheiben dermaßen gestaucht, dass die Ärzte ihm eine längere Pause verordnet haben. Der 35-Jährige erklärte danach, die Saison sei für ihn beendet.

Damit wird es auch nichts für Kylmäkorpi mit dem Weltmeistertitel Nummer 5, mit dem er mit dem legendären Simon Wigg gleichgezogen wäre. «Es hilft nichts, nach diesem Sturz weiterzufahren, brächte das große Risiko mit sich, mich schwerer zu verletzen.»

Einer, der liebend gerne Weltmeister werden würde, ist Jannick de Jong. Der Niederländer aus Gorredijk, der im Vorjahr Vize-Weltmeister hinter Erik Riss wurde und kürzlich seine dritte Europameisterschaft in Folge gewann, sieht für die beiden restlichen GP´s durchaus seine Chancen: «Die Bahnen in Vechta und in Morizes liegen mir, das sind beides große Speedwaybahnen.»

Aber der 28-Jährige, der in Herxheim Vierter und in Eenrum Dritter wurde, sieht sich nicht als Favoriten: «Es sind vorne noch alle eng zusammen, da ist nichts entschieden. Dass Joonas sich verletzt hat, tut mir leid, aber jetzt sind für alle anderen die Chancen gestiegen. Erik liegt knapp vor mir und Theo nur drei Punkte zurück, da ist alles möglich. Ich werde einfach Gas geben, aber mehr als mein Bestes zu geben, kann ich nicht machen.»

Vor eineinhalb Wochen gewann Jannick de Jong in England das renommierte Grasbahnrennen Lincolnshire Poacher vor James Shanes und Andrew Appleton. «Daraus kann man aber für die WM nicht viel ableiten», so der Niederländer, «denn die Bahn war dort schon sehr speziell, aber ein Sieg fördert natürlich das Selbstvertrauen.»

Langbahn-WM, Stand nach 2 von 4 Läufen:

1. Joonas Kylmäkorpi (FIN), 46 Punkte
2. Erik Riss (D), 37
3. Jannick de Jong (NL), 36
4. Theo Pijper (NL), 33
5. Dimitri Bergé (F), 30
6. Josef Franc (CZ), 27
7. Mathieu Tresarrieu (F), 20
8. Richard Hall (GB), 20
9. Michael Härtel (D), 18
10. Dirk Fabriek (NL), 18
11. Stephane Tresarrieu (F), 17
11. Jörg Tebbe (D), 17
13. Glen Phillips (GB), 12
14. Andrew Appleton (GB), 11
15. Stephan Katt (D), 7
16. Henry van der Steen (NL), 4

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