Valentino Rossi: «Die Motivation ist entscheidend»
Valentino Rossi präsentierte am Mittwoch in Madrid die Yamaha YZR-M1 für die Saison 2018 und sprach über die Lehren, die er aus dem schwierigen Jahr 2017 gezogen hat.
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Die Präsentation des Movistar-Yamaha-Werksteams für 2018 fand am heutigen Mittwoch im Casa Del Lector in Madrid statt. In diesem Rahmen wurde auch die neue Yamaha M1 präsentiert, mit der Valentino Rossi und Maverick Viñales ab 28. Januar in Sepang testen werden.
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Wenige Minuten nach 12 Uhr begrüßten die Moderatoren Izaskun Ruiz und Dylan Gray die Gäste in der Casa Del Lector in Madrid. Nach der Begrüßung wurde ein Video mit den Highlights der Saison 2017 gezeigt, bevor das neue Movistar-Logo, nun in hellblauer Farbe, präsentiert wurde. Zudem wies Dyaln Gray auf den neuen Hashtag des Yamaha-Teams #RacingTheLimits hin. 2018 ist das fünfte gemeinsame Jahr von Yamaha und Hauptsponsor Movistar, eine Marke des größten Mobilfunkanbieter Spaniens, Telefónica. Im Anschluss folgten die Interviews mit den Yamaha-Managern und den Fahrern. Yamaha-Renndirektor Lin Jarvis ließ sich krankheitsbedingt entschuldigen. Als Valentino Rossi die Bühne betrat, erhielt er begeisterten Applaus von den Medienvertretern und Gästen.
2018 wird Rossi sein 17. Jahr in der MotoGP-Klasse, das 19. in der Königsklasse und das 23. im GP-Sport bestreiten. "Es ist schwierig zu erklären, aber eigentlich ist es immer der gleiche Ablauf, wenn du in eine neue Saison gehst. Es hängt viel davon ab, wie du dich fühlst und wie groß deine Motivation ist. Und, ob du es noch genießt, diese Motorräder zu fahren. Mit mehr Erfahrung bist du es auch gewohnt, alle Probleme zu lösen, die während eines Rennwochenendes auftreten, um am Sonntag für das Rennen so schnell wie möglich zu sein", erklärte Rossi.
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Worauf willst du dich bei den Vorsaisontests in Malaysia, Thailand und Katar besonders konzentrieren? "Diese Tests sind sehr wichtig, denn sie zeigen, wie das Kräfteverhältnis während der Saison aussehen wird. Es ist wahr, dass du während der Saison viel daran arbeitest, das Bike weiter zu verbessern. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Testergebnisse meist die Resultate der Saison vorwegnehmen. Wir müssen intensiv arbeiten, denn in der letzten Saison konnten wir nicht das Maximum herausholen. Dieser Meinung bin nicht nur ich, sondern auch das ganze Team. Wir können es besser machen. Dafür müssen wir an der M1 arbeiten und uns konzentrieren. Wichtig werden die Elektronik und alle Details sein, damit wir schnell sind und die Reifen besser nutzen können. Denn das war unser Problem im letzten Jahr", betont Rossi.
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Mit 208 Punkten belegte Valentino Rossi 2017 den fünften WM-Rang, in den Titelkampf konnte der neunfache Weltmeister nicht eingreifen. Neben einem Sieg in Assen erreichte der 38-Jährige weitere fünf Podestplätze. Nach den ersten Rennen der Saison 2018 wird Rossi entscheiden, ob er sich noch konkurrenzfähig genug fühlt, um seine illustre Karriere fortzusetzen.
2017 kehrte Rossi schon 22 Tage nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch bei einem Enduro-Unfall auf die Strecke zurück. Er zeigte ein beeindruckendes Comeback in Aragón, wo er Platz 5 erreichte. "Das hängt stark von deinem Gefühl ab. Die Verletzung kam zu einem schlechten Zeitpunkt, denn ich war gerade in guter Form, zeigte starke Resultate und freute mich auf Misano. Das für mich wichtigste Rennen des Jahres. Mein Heimrennen. Es war eine Schande. Aber diesmal bereitete mir diese Verletzung nicht so große Schmerzen. 2010, als ich dieselbe Verletzung hatte, brauchte ich länger, denn ich litt sehr. Diesmal war es einfacher. Das Wichtigste nach einer solchen Verletzung ist es, so schnell wie möglich wieder auf dem Bike zu sitzen. Es stimmt, das war ein gutes Comeback", lachte der Italiener. In der Winterpause gewann Rossi zum sechsten Mal die Monza Rally Show und zeigte erneut sein Können auf vier Rädern. Zudem trainierte er fleißig auf dem Flat Track-Kurs seiner Ranch in Tavullia. Nun steht der erste MotoGP-Test in Sepang bevor. "Auch während der Saison ist es für mich sehr wichtig, viel zu trainieren. Vor allem in den letzten Jahren habe ich nicht nur im Fitnessstudio trainiert, sondern saß auch viel auf dem Motorrad. Ich habe eine eigene Strecke, wo wir viel trainieren und Spaß haben. Während der Saison setze ich das fort, aber reduziere das Training auf dem Bike etwas. Aus Sicherheitsgründen, denn 2017 musste ich eine schwere Verletzung beim Training verschmerzen. Ich versuche, so viel wie möglich zu trainieren, aber gleichzeitig auf die Sicherheit zu achten."
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Die Saison 2018 hält für die MotoGP-Fahrer mit dem Thailand-GP 19 statt bisher 18 Rennwochenenden bereit. "Ich denke, wir müssen erst die neue Strecke ausprobieren, bevor wir dieses Wochenende einschätzen können. Ich drehte vor zwei oder drei Jahren ein paar Runden dort, als ich mit Yamaha in Thailand war. Aber du weißt nie, was genau auf dich zukommt. 2017 kamen wir manchmal an eine Strecke und waren ab dem ersten Training am Freitagmorgen stark. Ein anderes Mal standen wir wieder vor vielen Problemen. Wir werden sehen. In Thailand testen wir im Februar und sehen dann, ob das eine gute Strecke für die M1 ist oder nicht." Die Yamaha-MotoGP-Fahrerpaarungen bisher: 2002: Carlos Checa, Max Biaggi 2003: Carlos Checa, Marco Melandri 2004: Valentino Rossi, Carlos Checa 2005: Valentino Rossi, Colin Edwards 2006: Valentino Rossi, Colin Edwards 2007: Valentino Rossi, Colin Edwards 2008: Valentino Rossi, Jorge Lorenzo 2010: Valentino Rossi, Jorge Lorenzo 2011: Jorge Lorenzo, Ben Spies 2012: Jorge Lorenzo, Ben Spies 2013: Jorge Lorenzo, Valentino Rossi 2014: Jorge Lorenzo, Valentino Rossi 2015: Jorge Lorenzo, Valentino Rossi 2016: Jorge Lorenzo, Valentino Rossi 2017: Valentino Rossi, Maverick Viñales 2018: Valentino Rossi, Maverick Viñales Titelgewinne seit 2002:
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2004, 2005, 2008, 2009: Rossi 2010, 2012 und 2015: Lorenzo Die Sponsoren seit 1999: 1999 bis 2002: Marlboro 2003: Fortuna 2004 und 2005: Gauloises 2006: Camel 2007 bis 2010: Fiat 2011 bis 2013: Yamaha Factory Racing 2014 bis 2017: Movistar Die MotoGP-Erfolge von Yamaha seit 2002:
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