Mike Leitner (KTM): «Die MotoGP-Klasse ist gnadenlos»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer mit Mike Leitner

KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer mit Mike Leitner

Nach Platz 6 von Bradley Smith im Warm-up von Spielberg hatte sich red Bull KTM etwas mehr ausgerechnet als den 14. Platz von Bradley Smith. Teammanager Mike Leitner zieht Bilanz.

KTM freute sich beim Heim-GP in Spielberg über den Moto3-Sieg von WM-Leader Marco Bezzecchi. In der Moto2-Klasse dominierte Miguel Oliveira auf der Red Bull Ajo-KTM, aber Pecco Bagnaia fing ihn am Schluss noch ab. Und in der Königsklasse schaffte Bradley Smith nach Platz 6 im Warm-up im 28-Runden-Rennen den 14. Platz. Rückstand auf den Sieger: 29,1 Sekunden.

Mike Leitner Manager des Red Bull KTM-MotoGP-Teams, zeigte sich unmittelbar nach dem Rennen im Gespräch mit SPEEDWEEK.com durchaus zufrieden. Der Bad Ischler nahm in der Box auf dem verwaisten Sessel von Pol Espargaró Platz und war froh, die einzige KTM RC16 im Ziel zu sehen.

«Mit der Leistung von Bradley müssen wir zufrieden sein. Er war hier der einzige Fahrer, der für uns auf der Strecke war. Und wenn du nur einen statt der drei geplanten Fahrer am Start hast, weil sich Pol Espargaró und Testfahrer Mika Kallio bei den letzten zwei Grand Prix verletzt haben, kriegst du natürlich nicht so viele Infos rein wie mit zwei oder drei Piloten. Dazu kam, dass das FP2 am Freitag nass war und das FP3 Samstagfrüh halbfeucht. Ja, 50 Prozent mehr zufrieden wären wir, wenn wir einen zweiten Fahrer hier gehabt hätten.»

Übrigens: Pol Espargaró hat auch gegenüber seinem Crew-Chief Paul Trevathan angekündigt, dass er sich in England in zwei Wochen sicher wieder auf die KTM schwingen wird. 


«Die MotoGP-Klasse ist nun mal hart umkämpft. Mit Viñales und Iannone waren zwei starke Werksfahrer unmittelbar vor uns und in unsere Nähe», lautete das Resümee von Mike Leitner. «Im Rennen hat Bradley hinten etwas Probleme gehabt. Er hat nicht den Grip gefunden, den er im Warm-up hatte. Es waren auch die Bedingungen im Rennen ziemlich anders als am Vormittag. Es sah im Warm-up so aus, als hätten wir jetzt bei niedrigen Temperaturen einen richtig guten Grip. Jetzt am Nachmittag hat er wieder ein bisschen nachgelassen. Das kriegst du in dieser Klasse brutal zu spüren», ergänzte der KTM-Stratege.

Hat sich KTM nach Platz 6 im Warm-up mehr ausgerechnet als den 14. Platz? Hoffte man auf ein Top-Ten-Ergebnis? Leitner: «Wenn du am Vormittag Sechster bist und vom 13. Startplatz losfährst, kann man sich ruhig Gedanken über die Top-Ten machen. Aber ich kenne diese gnadenlose Klasse sehr gut… Wir machen schon die richtigen Schritte. Wir müssen unseren Plan durchziehen und diese Situation überstehen. Wir wissen, wo wir stehen. Sobald Pol zurück ist, werden wir wieder Input von zwei Fahrern bekommen.»

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