Aragón-GP: Jordi Torres ersetzt Rabat bei Avintia

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Jordi Torres

Jordi Torres

Der spanische MV Agusta-Werksfahrer Jordi Torres wechselt zumindest für einen Grand Prix in die MotoGP-WM. Der 31-Jährige springt für den verletzten Tito Rabat ein.

Nach dem misslungenen Experiment mit dem namenlosen Ersatzfahrer Christophe Ponsson in Misano hat das spanische Reale Avintia-Ducati-Team mit Jordi Torres für den Grand Prix in Aragón (23. September) einen renommierten Topfahrer engagiert.

Der Fahrer aus Katalonien wird auf die 2016-Ducati von Xavier Siméon steigen, während der Belgier wie in Misano die 2017-Maschine von Tito Rabat erhält. Torres hat 2013 den Moto2-WM-Lauf auf dem Sachsenring für das Martinez-Team auf Suter gewonnen.

Torres fuhr von 2010 bis 2014 in der Moto2-Klasse, dann wechselte er 2015 in die Superbike-WM, wo er oft in die Top-5 fuhr und einige Podestplätze eroberte. 2017 gewann er in Katar seinen ersten Superbike-WM-Lauf.

In der Saison 2018 fährt Torres als Nachfolger von Leon Camier in der Superbike-WM für das MV Agusta-Werksteam.

Am kommenden Freitag wird sich Torres in Aragón erstmals in seinem Leben auf eine MotoGP-Maschine schwingen. Für Testfahrten bleibt keine Zeit.

Da auch bei den nächsten Rennen in Buriram (7.10) und Motegi (21.10.) keine SBK-Terminkollisionen stattfinden, wird Torres so lange statt Rabat fahren, bis der Ex-Moto2-Weltmeister von seinen Beinbrüchen von Silverstone genesen ist.

«Ich möchte mich beim Avintia-Team für diese Gelegenheit bedanken», stellte Torres fest. «Momentan bin ich aufgeregt, aber auch etwas verängstigt. Aber es ist eine Herausforderung, erstmals ein MotoGP-Motorrad fahren zu dürfen. Es wird eine einzigartige Erfahrung darstellen, diese Desmosedici fahren zu dürfen. Eines Tages werde ich meinen Enkelkindern davon erzählen... Nein, im Ernst: Ich bin wirklich gespannt, wie ich mit der Ducati zurechtkomme. Ich weiß, dass sich die MotoGP-WM auf einem sehr hohen Level befindet. Und es wird schwierig sein, sich an einem GP-Wochenende rasch an alle Neuigkeiten zu gewöhnen.»

Torres weiter: «Ich möchte so viel wie möglich lernen und Kapital aus meiner Erfahrung schlagen. Das ist eine positive Chance. Ich kenne das Team sehr gut, ich werde mein Bestes geben. Ich bin neugierig, was dabei herauskommt. Denn meine Aufgabe ist schwieriger als viele Leute denken. Mein Dank gilt auch MV Agusta wegen der raschen Freigabe. Momentan ist ein Rennen vereinbart, aber es könnten auch zwei werden»


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