ADAC gibt endlich Auskunft zur Sachsenring-GP-Zukunft

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Der ADAC informiert am Donnerstag

Der ADAC informiert am Donnerstag

Seit Mitte September steht fest, dass der ADAC und der ADAC Sachsen bei der Austragung des GP von Deutschland wieder gemeinsame Sachen machen. Aber erst jetzt werden Neuigkeiten verkündet.

Von 1998 bis inklusive 2011 führte der ADAC Sachsen als Promoter im Auftrag des ADAC e.V. in München den Motorrad-GP von Deutschland auf dem Sachsenring durch. Dann erhöhte die Dorna die GP-Gebühr auf 3 Millionen Euro, die Sachsen rechneten mit einem Verlust von 650.000 Euro im Jahr und zogen sich als GP-Veranstalter zurück.

Von 2012 bis 2018 sprang die Sachsenring Rennstrecken Management GmbH (SRM) in die Bresche, dann kündigte die ADAC-Zentrale in München den Vertrag auf.

Jetzt steht fest: Der ADAC Sachsenring wird für 2019 wieder das wirtschaftliche Risiko übernehmen. Über die Zeit danach herrscht noch Unklarheit.

Ursprünglich bestand der Plan, dass der ADAC Sachsen die SRM; übernehmen würde, um den Ticketverkauf möglichst zeitnah bereits im September 2018 starten zu können. Aber der Deal zerschlug sich, die sieben SRM-Mitarbeiter wurden entlassen.

Bisher hat der ADAC kaum Neuigkeiten kommuniziert, der Ticketverkauf soll aber noch im November starten, die Preise werden gegenüber 2017 und 2018 leicht reduziert werden, war vom Vorstandsvorsitzenden Klaus Klötzner zu hören.

In den SRM-Jahren von 2012 bis 2018 trat der ADAC Sachsen als sportlicher Ausrichter auf, die SRM entschädigte ihn dafür mit mehr als 250.000 Euro.

Die Aufgaben des sportlichen Ausrichters umfassen die Aufbietung der Streckenposten, der medizinischen Versorgung, der Feuerwehr und alles, was mit der Sicherheit der Teilnehmer zu tun hat. Der ADAC Sachsen ist auch Eigentümer der spärlichen Lärmtage auf dem Sachsenring.

Die SRM-Jahre standen unter einem schlechten Stern. Nach drei GP-Jahren hatte die SRM bereits Verbindlichkeiten von 1,2 Millionen Euro angehäuft, die Verantwortlichen sprachen aber immer noch von einer schwarzen Null.

Das Klima zwischen der SRM GmbH und dem ADAC Sachsen war jahrelang vergiftet und von Eifersüchtigkeiten geprägt.

In dieser Woche wird der ADAC endlich eine Pressekonferenz einberufen und die Karten auf den Tisch legen. Vom 5. bis 7. Juli 2019 wird der HJC Helmets Motorrad-Grand-Prix von Deutschland auf dem Sachsenring ausgetragen. Am Donnerstag, 22. November wird endlich über die aktuellen Entwicklungen und den geplanten Ticketvorverkauf zum deutschen Lauf der MotoGP informiert.

Deshalb wird am Donnerstag, 22. November um 10.00 Uhr zu einer Pressekonferenz mit ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk, Klaus Klötzner, Vorsitzender des ADAC Sachsen e. V., Thomas Voss, ADAC Leiter Motorsport und Klassik und Peter Weidinger, Vorstandmitglied für Sport ADAC Sachsen e. V., in das Pressezentrum des Sachsenrings eingeladen. 


Fakt ist: Der ADAC wird eine Preissenkung ankündigen, er will das bei der SRM unterirdisch gewesene Marketing verbessern und versuchen, durch neue Partnerschaften die Einnahmen zu erhöhen. Die Trittbrettfahrer wie der Ankerberg-Betreiber und die Inhaber der Tribünen auf privaten Grundstücken sind dem deutschen GP-Veranstalter seit Jahren ein Dorn im Auge. Da der Sachsenring als einzige Strecke im GP-Kalender kein permanenter Rundkurs ist und die für den Grand Prix benötigten Grundstücke unterschiedlichen Partnern gehören, hat der Sachsenring einen klaren Standortnachteil, der mit hohen Kosten verbunden ist.

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