Andrea Dovizioso: «Hätte viel schlimmer enden können»

Von Otto Zuber
Andrea Dovizioso

Andrea Dovizioso

Auch für Ducati und Andrea Dovizioso ist Misano ein Heimspiel. Der 33-jährige Werksfahrer, der in Silverstone einen harten Crash hatte einstecken müssen, erklärt: «Ich bin wieder wohlauf.»

Der Ducati-Hauptsitz in Borgo Panigale ist nur eine Fahrstunde vom Misano World Circuit Marco Simoncelli entfernt, auf dem die 13. WM-Runde der Saison ausgetragen wird. Entsprechend gross sind die Hoffnungen der Ducati-Werksfahrer Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci, vor heimischer Kulisse zu glänzen. Ersterer konnte bereits die vergangenen beiden Kräftemessen auf dem Podest beenden: 2017 kreuzte Dovi die Ziellinie als Dritter, im vergangenen Jahr fuhr er den Sieg ein.

Diesen Erfolg will der 33-Jährige aus Forlimpopoli wiederholen. «Ich kann es kaum erwarten, auf dieser Strecke auszurücken, denn das ist ein ganz spezielles Rennen für mich. Es ist nah von zuhause und ich bin mir sicher, dass uns die Fans fantastisch unterstützen werden. Ziel ist es, die Erfolge der letzen beiden Jahre zu wiederholen, denn da waren wir das ganze Wochenende hindurch schnell und landeten beide Male auf dem Podest.»

Dovizioso, der beim letzten Rennwochenende in Silverstone einen harten Crash hatte einstecken müssen, tritt wieder in Topform an, wie er beteuert: «Nach dem Unfall in England kann ich froh sein, dass ich ohne körperliche Probleme am San-Marino-GP teilnehmen kann, denn das war ein harter Abflug. Das hätte sehr viel schlimmer ausgehen können. Während der beiden Misano-Testtage war ich noch nicht ganz fit, aber nun bin ich wieder wohlauf und in Topform.»

Auch sein Teamkollege Danilo Petrucci kann es kaum erwarten, wieder auf seine Ducati zu steigen. «In Italien Rennen zu bestreiten, ist etwas Einmaliges und wenn man das auf einem italienischen Bike wie die Ducati macht, dann ist es noch ein bisschen spezieller. In den vergangenen Rennen waren wir ein ganzes Stück vom Treppchen entfernt, aber nach dem guten Gefühl, das ich bei den Testfahrten vor ein paar Tagen hatte, bin ich bereit für den Kampf an der Spitze. Es wird nicht einfach werden, denn auch die Konkurrenz hat ein paar Testtage absolviert und wird sicherlich bereit sein, aber ich bin wirklich glücklich mit dem Feeling auf dem Bike, deshalb bin ich zuversichtlich. Mal schauen, ob die Streckenbedingungen die gleichen wie beim Test sein werden. Denn es ist wichtig, diese mit Blick auf den Reifenabbau richtig einschätzen zu können.»

Ducati-Testpilot Michele Pirro darf zum zweiten Mal in dieser Saison mit einer Wildcard antreten. In Mugello war er bereits dabei und eroberte den siebten Platz. Nun sagt der 33-jährige Italiener: «In Mugello war ich ziemlich zufrieden mit meinem Ergebnis, auch wenn ich überzeugt bin, dass ich etwas weiter vorne hätte landen können. In Misano will ich dem Team helfen und mir gleichzeitig beweisen, dass ich überall konkurrenzfähig sein kann.»

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