Angeschlagener Brad Binder: «Es macht keinen Spaß, um Platz 10 zu fahren»
Die Saison für Brad Binder verläuft enttäuschend, dabei fährt er um seine Zukunft in der MotoGP. Auf seine erste Top10-Ankunft der Saison folgt nun die Rückkehr an die Strecke des ersten KTM-Sieges.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In sechs der acht Qualifyings der diesjährigen MotoGP-Saison musste Brad Binder schon im Q1 die Segel streichen. KTM-Teamkollege Pedro Acosta konnte im laufenden Jahr den ersten Quali-Abschnitt stattdessen sechs Mal direkt überspringen und konnte beim MotoGP-Event in Barcelona den vordersten Startplatz belegen. Und während Acosta den Auftakt-Sprint in Thailand gewinnen konnte, fährt Binder in der Regel im Mittelfeld.
Der Zwischenstand: Pedro Acosta belegt derzeit den vierten WM-Rang, Binder mit 84 Zählern weniger Rang 13. Zwar fährt der Racer aus Murcia im gesamten orangenen Lager in einer eigenen Welt, dennoch ist der Teamkollege in der MotoGP der erste Gradmesser. Dabei fährt der Südafrikaner derzeit um seine Zukunft in der Rennserie, sein Vertrag im Munderfinger Werksteam läuft Ende des Jahres aus.
In Ungarn fuhr der KTM-Werksfahrer dabei erstmals in dieser Saison im Sonntagsrennen unter die ersten 10. Die Worte des Moto3-Weltmeisters von 2016 im Anschluss klangen wie ein Querschnitt seines bisherigen Jahres: «Ich dachte, ich wäre viel stärker in Ungarn und hatte mehr erwartet. Mir fehlte es an Tempo, denn ich musste mich viel zu sehr anstrengen, um wenigstens einigermaßen mithalten zu können. Immerhin… ein Zehnter Platz.» Daraus folgte für «Bradical» auch der Arbeitsauftrag für das kommende Königsklassen-Wochenende in Brünn: «Ich habe eine Menge Hausaufgaben vor mir, um einen Weg zu finden, mich zu verbessern.» Denn: «Es macht keinen Spaß, nur um Platz 10 zu fahren.»
An die tschechische Rennstrecke hat der 30-Jährige positive Erinnerungen: Immerhin gelang ihm dort 2020 sein erster Sieg in der Königsklasse und damit auch erstmals KTMs oberstes Treppchen auf dem Siegerpodest. Entsprechend herrscht Vorfreude bei der Nummer 33: «In Brünn werden wir mehr Spaß haben. Es gibt keine andere Rennstrecke wie diese - eine wirklich coole Piste.» Der Ort, um einen Aufwärtstrend zu starten, wäre also ein guter.
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