Nach kontroversen MotoGP-Debatten: Die Werke und Liberty sind sich einig
Nach mühsamen Verhandlungen haben sich die Motorradhersteller und die MotoGP Sports Entertainment Group (früher Dorna) geeinigt und den finanziellen Rahmen für die Zeit bis Ende 2031 festgelegt.
Zum Ende dieser Saison laufen die Vereinbarungen der fünf in der Motorrad-Straßenweltmeisterschaft engagierten Werke Aprilia, Ducati, Honda, KTM und Yamaha aus; SPEEDWEEK.com berichtete ausführlich über die
Die Dorna firmiert inzwischen unter MotoGP Sports Entertainment Group, in den vergangenen Monaten wurden intensive Verhandlungen mit den involvierten Motorradherstellern geführt. Dabei ging es nicht nur um eine höhere finanzielle Beteiligung der Werke, die mit großen Investitionen für die spektakuläre Show auf zwei Rändern sorgen. Es wurde auch diskutiert, wie sich die MotoGP darstellen und wo sie auftreten soll. Denn während Events in den Wachstumsmärkten Südostasien oder Südamerika auf breites Faninteresse stoßen und dadurch mittelfristig stärkere Motorradabsätze und Imagegewinne in den betreffenden Ländern geschaffen werden, nutzt eine Veranstaltung beispielsweise am Plattensee in Ungarn ohne regionale Motorradkultur wenig.
Verträge werden unterzeichnet
Derzeit machen die Verträge zwischen der MotoGP und den Herstellern die Runde und werden unterzeichnet, die Verlautbarung des neuen Deals für die nächsten fünf Jahre und bis Ende 2031 wird für kommendes Wochenende erwartet, wenn in Brünn der Grand Prix von Tschechien stattfindet.
Erst wenn diese Vereinbarungen festgezurrt sind, werden die bereits geschlossenen Verträge zwischen den Herstellern, ihren Teams und den Fahrern rechtlich wirksam. Aus diesem Grund wurden bis heute keine Fahrerwechsel für 2027 und 2028 offiziell bestätigt, obwohl 70 Prozent des MotoGP-Startfelds längst feststehen.
Alle Werke haben großes Interesse an einem Wachstum und damit verbundener Wertsteigerung der MotoGP. Doch niemand braucht davon träumen, dass die Königsklasse der Zweiradkünstler einen weltweiten fantastischen Boom wie die ebenfalls von Liberty Media vermarktete Formel 1 erleben wird. Denn im Vergleich zur gigantischen Autoindustrie ist die Motorradwelt ein David.
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