Bradley Smith: «Erster Kontakt zu KTM im Dezember»

Von Frank Aday
MotoGP

Der Kampf um die besten MotoGP-Plätze für 2017 ist eröffnet. Nach Bradley Smith unterschrieb einen Werksvertrag – bei KTM. «Ich freue mich besonders auf die Entwicklungsarbeit», sagt er.

Der österreichische Hersteller KTM traf im Juli 2014 die Entscheidung, 2017 in die MotoGP-Weltmeisterschaft einzusteigen. Im Oktober 2015 folgte das Roll-out auf dem Red Bull Ring in Spielberg. Zuletzt testeten Mika Kallio und Randy de Puniet die KTM RC16 in Valencia. Mitte August wird die MotoGP-Maschine beim Grand Prix von Österreich in Spielberg offiziell präsentiert.

Im Rahmen des Katar-GP gab KTM nun bekannt, sich die Dienste eines aufstrebenden MotoGP-Piloten für 2017 gesichert zu haben: Bradley Smith, der WM-Sechste von 2015. Derzeit ist der Brite noch für das Tech3-Team von Hervé Poncharal auf einer Yamaha M1 unterwegs.

«Der erste Kontakt kam im Dezember zustande, während ich in Thailand war. Ich sah eine österreichische Nummer als verpassten Anruf auf meinem Handy. Ich dachte: ‹Ok, es gibt nicht viele Menschen, die ich aus Thailand zurückrufen würde, aber ich prüfe lieber, was das zu bedeuten hat.› Ich sprach kurz mit Mike [Leitner], er drückte ihr Interesse aus. Ich gab es an Bob [Moore, sein Manager] weiter. Ich glaube, es ist ein Projekt, das wie für mich gemacht ist. Die Tatsache, dass es ein neues Projekt ist, bei dessen Entwicklung ich eine Rolle spiele, gefällt mir. Ich nehme meist nicht den einfachsten Weg. Alle Beteiligten wissen, wie schwierig es sein wird», versicherte Smith gegenüber den Kollegen von «crash.net».

«Doch ich weiß, dass dort sehr talentierte Leute arbeiten. Ich glaube, sie sind alle sehr motiviert und wollen einen großartigen Job machen. Als Hersteller waren sie bereits sehr erfolgreich. Von Motocross über Enduro bis Moto3. Daher muss man davon ausgehen, dass ihnen in der MotoGP-Klasse dasselbe gelingt. Ich war bereits im Werk, denn ich musste mit eigenen Augen sehen, was dort vor sich geht.»

Die KTM RC16 sah Smith dort jedoch nicht. «Das Bike war nicht dort. Aber das macht nichts, denn das ist erst nach weiteren 17 Rennen wichtig. Ich habe schon zu Pit [Beirer] gesagt, dass ich bis zum Tag nach dem letzten Rennen zu hundert Prozent auf Tech3 konzentriert bin. Erst dann wechsle ich das Team.»

Was sagte Tech3-Boss Hervé Poncharal, als du ihm mitgeteilt hast, dass du das Team verlassen wirst? «Das war natürlich schwierig. Doch Hervés Wunsch war es immer, mich voranzubringen und der Welt zu zeigen, was wir schaffen können. Danach wollte er mich weitergeben. So ist er als Teammanager. Das hat er auch mit Dovi, Ben [Spies] und Cal gemacht. Er versteht die Situation, was großartig von ihm ist, er freute sich riesig, dass ich einen Platz in einem Werksteam gefunden habe. Wenn es vorbei ist, wird es aber sehr schwierig, Abschied zu nehmen. Doch es liegt noch viel vor uns, und wir haben schon jetzt gute Erinnerungen. Wenn wir uns dann aber in Valencia verabschieden, wird das sehr schwer.»

Worauf freust du dich besonders? «Ein Bike von Anfang an zu entwickeln. Es ist nicht wirklich so, denn sie entwickeln schon im Jahr zuvor, aber einfach Teil eines Projektes zu sein, bei dem ich mit den Ingenieuren sprechen kann anstatt nur das zu fahren, was wir haben. Wir können entwickeln und neue Ideen einbringen. Ich denke, dass ich in dieser Hinsicht einen großen Beitrag leisten kann. Darauf freue ich mich besonders.»

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