MotoGP-Gefahr soll verringert werden: Änderungen ab Assen und Sachsenring
Nach mehreren Unfällen ist das umstrittene Holeshot-Device in der MotoGP-Klasse ab Assen verboten. Eine weitere Maßnahme soll dafür sorgen, dass das Risiko in der Startphase verringert wird.
Für den MotoGP-Tross geht es von Brünn direkt weiter nach Assen, wo am nächsten Wochenende die Dutch TT stattfindet. Dort werden nach Beschlüssen in der Safety-Commission früher als erwartet maßgebliche Änderungen im Technik-Bereich umgesetzt.
Das Holeshot-Device wird verboten, die beim Start voll eingefederte und dann mechanisch fixierte Vordergabel. Denn es kam schon mehrfach vor, dass die Gabel beim Anbremsen auf die erste Kurve nicht ausfederte und deshalb Unfälle geschahen. Geplant war diese Maßnahme ursprünglich ab dem britischen Grand Prix in Silverstone Anfang August, doch jetzt greift sie schon für Assen.
In Brünn wurde viel Vorarbeit geleistet und am Freitagnachmittag eine zusätzliche Start-Sessions direkt nach dem Zeittraining eingebaut. Dort konnten die Fahrer den Startversuch ohne eingefederte Vordergabel proben, das für bessere Beschleunigung abgesenkte Heck wird auch weiterhin erlaubt sein.
Auf dem Silverstone Circuit ist die Startpassage in die Kurven 1 und 2 hinein besonders heikel, was die Deaktivierung des Holeshot-Devices betrifft. Das Schlamassel auf dem Balaton Park Circuit wurde durch eine Verzögerung bei der Deaktivierung des Systems bei Jorge Martin ausgelöst.
Um für mehr Sicherheit zu sorgen, wird es noch eine weitere Änderung geben. Auch zukünftig bestehen die Startreihen aus drei Fahrern, allerdings wird der Abstand zwischen den Reihen um einen Meter erhöht. Weil sämtliche Startgeraden im MotoGP-Kalender neu bepinselt werden müssen, kommt diese Adaption erstmals zum Deutschland-Grand-Prix auf dem Sachsenring vom 10. bis 12. Juli. So wird den MotoGP-Raketen in der Beschleunigungsphase etwas mehr Spielraum eingeräumt.
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