Martin Brundle warnt: «Das muss George Russell in den Griff bekommen»
George Russell wurde in Barcelona als Zweiter. Dennoch erntete er für seinen Auftritt nicht nur Lob. Martin Brundles Urteil fällt grundsätzlich positiv aus. Er sagt aber, was Russell ändern muss.
Im Rennen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya hatte George Russell die besten Karten, denn er hatte sich am Samstag mit einem starken Auftritt die Pole gesichert. Sein Teamkollege und WM-Gegner Kimi Antonelli musste sich hingegen mit Platz 3 begnügen, weil sich Ferrari-Star Lewis Hamilton mit einer starken Runde zwischen die beiden Rennfahrer schieben konnte.
Der siebenfache Weltmeister entschied das Rennen für sich, dahinter lieferten sich Russell und Antonelli ein Duell um den zweiten Platz, den zunächst der Teenager aus Bologna für sich entschied. Weil aber die Batterie seiner Antriebseinheit kurz vor Schluss versagte, durfte am Ende Russell den zweiten Platz bejubeln.
Lob von Martin Brundle, Schelte von Jacques Villeneuve
Für einige Beobachter hatte sich der Brite aber einmal mehr nicht von seiner besten Seite gezeigt. So bezeichnete etwa der frühere GP-Pilot Jacques Villeneuve den Auftritt des sechsfachen GP-Siegers als «enttäuschend». Deutlich milder fällt da das Urteil von Martin Brundle aus, der den 28-Jährigen zunächst lobt.
«George Russell war das ganze Wochenende über in toller Form, nachdem er sich entschlossen hatte, bei seinem Mercedes wieder auf seine eigenen Instinkte und sein eigenes Set-up zu setzen. Auf der Strecke wirkte er ruhig und gelassen und hielt sein Auto gekonnt am Grip-Limit, ohne die Reifen übermässig zu beanspruchen – zumindest war das in jenen Kurven so, an denen ich stand», erklärt der 67-Jährige, der sich das Geschehen für den PayTV-Sender «Sky Sports F1» aus nächster Nähe anschaute.
George Russell muss sich in der zweiten Stint-Hälfte verbessern
«Russell sicherte sich mit seinem Mercedes mit einem Vorsprung von einem Bruchteil einer Sekunde die Pole-Position und bestätigte damit seine Rückkehr zur alten Form. In der zweiten Hälfte jedes Stints hatte allerdings Antonelli einen jeweils ein besseres Tempo, er konnte Russell einholen», fährt Brundle in seiner Kolumne fort.
Und der ehemalige GP-Star stellt klar, dass Russell diesen Trend stoppen muss. Er mahnt: «Das war in dieser Saison bisher immer ein Thema und das ist etwas, was George in den Griff bekommen muss, wenn er seine WM-Chance wahrnehmen will.»
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