David Coulthard über Williams und Alex Albon: «Das ist keine neue Freundin»
Alex Albon muss in diesem Jahr viel Geduld mit seinem GP-Auto und damit auch mit dem Williams-Team aufbringen. Der Frust macht sich bemerkbar – und F1-Veteran David Coulthard zeigt Verständnis dafür.
Als Alex Albon im Monaco-GP als Achter ins Ziel kam und damit vier Punkte sammelte, war dies auch den vielen Strafen und Ausfällen geschuldet, die einige deutlich stärkere Fahrer eingebremst oder aus dem Rennen geworfen hatten. Der Londoner freute sich über die Punkte, machte sich aber auch nichts vor. Er wusste: Beim nächsten Rennen in Barcelona erwartete ihn erneut kein leichtes Spiel.
Dass er aber mit stolzen elf Runden Rückstand ins Ziel kommen würde, damit hatte auch der 30-Jährige nicht gerechnet. Der Grund dafür war schnell gefunden, die Kamera an seinem Auto löste sich von der Halterung und sorgte damit für den unfreiwilligen Stopp, der sich in eine 14-minütige Zwangspause verwandelte.
Frust macht sich bemerkbar
Albon rückte zwar nochmals aus, doch das war mehr zu Testzwecken, das Rennen war für ihn gelaufen, am Ende schaffte er es mit 55 von 66 Rennrunden denn auch nicht in die Wertung. Der Frust ist gross – und Albon macht aus seinem Herzen auch keine Mördergrube, er macht seinem Ärger mit klaren Worten in seinen Medienrunden und am Boxenfunk Luft. Dafür hat David Coulthard viel Verständnis, wie er im «Up to Speed»-Podcast betont.
Der Schotte hält darin fest: «Ich denke, der Frust ist ersichtlich, wenn man seine Funksprüche anhört und ihn auch nur anschaut.» Und er betont mit Blick auf die Tatsache, dass Albon bereits seit 2022 für das Williams-Team fährt: «Das ist keine neue Freundin, bei der er vor Aufregung ganz aus dem Häuschen ist. Das ist eine Beziehung, und in dieser Beziehung ist einiges passiert.»
David Coulthard: «Die Formel 1 ist kein 9-to-5-Job»
«Um Rennfahrer zu sein, braucht es ein enormes Mass an emotionalem, körperlichem und lebenslangem Engagement. Das ist nichts, was man einfach am Freitagabend ausschaltet und am Montagmorgen wieder einschaltet. Es ist kein 9-to-5-Job», stellt der 13-fache GP-Sieger klar.
Und Coulthard ergänzt: «Er hat sich dieser Reise voll und ganz verschrieben, und die Reise hat ihn dem Mond nicht näher gebracht. Ich glaube also, dass er verständlicherweise denkt: ‚Schau mal, ich bin schon lange auf dieser Reise. Was läuft schief? Warum sehen wir nichts vom Fortschritt, den es meiner Meinung nach in den letzten paar Rennen gegeben hat?‘»
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