HPC-Power Suzuki Racing: Wilde Aufholjagd in Assen

Von Andreas Gemeinhardt
Rundstrecke

Trotz einiger Pleiten, Pech und Pannen gelang dem Team HPC Power Suzuki Racing mit einer Wahnsinnsaufholjagd in Assen noch Schadensbegrenzung.

Beim dritten Lauf um den Deutschen Langstrecken Cup sicherte sich das Team HPC Power Suzuki Racing mit Oliver Skach (Dormagen), Timo Gieseler (Freudenberg) und Michael Droste (Havixbeck) die Pole-Position auf dem TT Circuit van Drenthe in Assen.

Der obligatorische Startfahrer Oliver Skach erwischte seinen Start erneut perfekt und konnte sich die hohe Rennpace, welche das Team HPC-Power Suzuki Racing bereits das ganze Wochenende zeigte, zu Nutze machen und setzte sich innerhalb der ersten fünf Runden bereits über 20 Sekunden vom Rest des Feldes ab.

Es schien so, als würde der Plan von Skach, Gieseler, Droste und ihrer Crew aufgehen, sich durch ein hohes Tempo ein gewisses Polster für den weiteren Rennverlauf zu schaffen. «Wir wussten, dass wir über die Renndistanz konstant ein bis zwei Sekunden pro Runde schneller sein könnten als unsere härtesten Konkurrenten», meinte Gieseler. Leider währte der Optimismus nicht allzu lange.

Bereits in der fünften Runde riss aus der Gaszug an Skachs Suzuki GSX-R 1000. Er rettete sich im Standgas noch bis in die Box und übergab das Zepter an Michael Droste. Das Team büßte allerdings über zwei Runden auf die Konkurrenz ein und wurde im Klassement dramatisch durchgereicht.

Im weiteren Verlauf des Rennens pushte Droste ordentlich und befand sich mit beachtlichen Rundenzeiten wieder auf dem Vormarsch, als die Pechsträhne ihren Lauf nahm und Droste im Infight mit einem Konkurrenten in dem schnellen Linksknick vor Start-Ziel unsanft im Kiesbett landete. Er gab alles, um schnellstmöglich wieder in die Box zurückzukommen. Glücklicherweise war der Weg nicht allzu weit.

Dort angekommen wurde der Transponder an Gieseler übergeben, der nun alles gab, um die Kohlen noch aus dem Feuer zu holen. An Resignation dachte niemand! Mit konstant schnellen Rundenzeiten ging die Aufholjagt vom mittlerweile 43. Rang mit sechs Runden Rückstand auf die Spitze nun los. Timo kämpfte sich durch das 47 Teams starke Feld und konnte Position für Position gutmachen. Nach seinem zirka 45 Minuten langen Stint war dann auch Ollis Maschine wieder fahrbereit, so dass er seinen nächsten Stint abspulen konnte.

Nach zwei weiteren geplanten Stopps mit Fahrerwechseln zwischen Skach und Gieseler konnte das scheinbar unmöglich gewordene doch noch möglich gemacht werden. Die HPC-Jungs kämpften sich auf den dritten Platz in ihrer Klasse nach vorn und sicherten sich doch noch einen Platz auf dem Podium. Alles in Allem verringerten sie den Rückstand auf die Sieger des Teams MSD Steeldesign von sechs auf nur noch zwei Runden, was die starke Performance an diesem Sonntag widerspiegelte.

Das nächste Rennen um den Deutschen Langstrecken Cup findet am 29.06.2014 auf der Grand-Prix-Strecke am Sachsenring in Hohenstein-Ernstthal statt.

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