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Shaun Muir (BMW): «Stimme Reiterberger teilweise zu»

Markus Reiterberger hat dem Superbike-WM-Team von BMW seit Aragon bewiesen, dass es zielführend ist, wenn die S1000RR nach seinen Wünschen abgestimmt wird. Teamchef Shaun Muir im exklusiven Interview.

Superbike WM

Im Artikel erwähnt


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Bei der Superbike-WM in Assen konnte Markus Reiterberger seinen BMW-Teamkollegen Tom Sykes zum dritten Mal in dieser Saison in einem Hauptrennen besiegen – und das gleich in beiden Läufen auf dem TT Circuit.

SPEEDWEEK.com sprach mit Teamchef Shaun Muir über die Entwicklung des 25-jährigen Obingers.

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Shaun, die ersten beiden Events des Jahres strauchelte Reiti etwas, in Aragon war er schnell, blieb wegen eines Sturzes und eines Ausfalls aber ohne nennenswertes Ergebnis. In Assen zeigte er mit Startplatz 3 und zwei sechsten Plätzen in den Rennen sein Können. Wie beurteilst du seine Entwicklung während der letzten Monate?

In Aragon fuhr er am Sonntagmorgen im Warm-up fantastisch und sehr konstante Rundenzeiten. Wir haben damals die Motorradbalance dahingehend verändert, wie es Markus verlangte. Diese ist anders, als das Team und auch sein Crew-Chief Pete Benson es erwartet haben, aber sie funktioniert.

Unser Augenmerk bei der Abstimmung liegt immer darauf, dass wir von Strecke zu Strecke Kontinuität haben. Bei Tom funktioniert das gut, Markus hatte seine Schwierigkeiten damit. Von Aragon nach Assen klappte das erstmals perfekt, dort war er ab FP1 stark. Markus und Pete haben eine gute Grundabstimmung gefunden, jetzt kann die Zusammenarbeit wachsen.

Obwohl er in Assen in jedem Training und Rennen in den Top-6 fuhr meinte Reiterberger, dass sein Motorrad-Set-up von perfekt weit entfernt sei. Er geht fest davon aus, dass er mit einem besseren Gefühl noch schneller fahren kann.

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Teilweise kann ich ihm zustimmen. Er weiß jetzt, dass er die Lücke auf die Top-Jungs bis auf ein oder zwei Zehntelsekunden geschlossen hat. Diese zu finden, wird aber sehr schwierig.

Vieles hängt davon ab, wie er sich in den Rennen innerhalb einer Gruppe schlägt. Alleine schnelle Zeiten zu fahren, ist nicht das Problem. Dies in den Rennen zu tun, ist die nächste große Herausforderung.

Die Vergangenheit lehrte uns: Wenn Reiti ein Motorrad hat, das ihm zusagt, dann ist er auch schnell. Meinst du, dass er eher dazulernt, wenn er in den Rennen öfter mit den Besten zu tun hat?

Ich will, dass alle auf dem Boden bleiben. Wir haben sehr schnell einen guten Level erreicht, auch Markus. Gleichzeitig muss er aber respektieren, dass es ein Limit gibt. Die Topfahrer sind an diesem Limit, er ist nahe dran. Möglicherweise ist der nächste Schritt zu groß für ihn. Er muss aus seiner jetzigen Situation Selbstvertrauen aufbauen – die Spitze ist ja nicht mehr weit entfernt.

Wenn wir das Motorrad ein oder zwei Prozent besser machen muss das aber nicht bedeuten, dass er dann alle Rennen gewinnt, wie es Bautista tut. Aber er muss in die Lage kommen, dort vorne mitzufahren – das wollen wir sehen.

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