MotoGP: Abfuhr als Befreiungsschlag?

Imola: Savadori hält mit P7 Flagge für Aprilia hoch

Von Frank Aday
Da von seinem angeschlagenen Teamkollege Alex De Angelis in Imola keine Heldentaten zu erwarten sind, muss Lorenzo Savadori die Kohlen für Aprilia aus dem Feuer holen.

Durch Platz 7 der kombinierten Zeitenliste nach den beiden Qualifyingsessions am Freitag in Imola zieht Rookie Lorenzo Savadori direkt in die Superpole 2 ein. Das «Autodromo Enzo e Dino Ferrari» umrundete der Italiener mit der Aprilia RSV4 RF in 1:48,242 min. Damit büßte er 1,2 sec auf die Bestzeit von Ducati-Ass Chaz Davis ein.

Mit 289,8 km/h legte der Superstock 1000-Champion einen der besten Topspeed-Werte am Freitag vor. «Für mich war es ein guter Tag, denn ich schaffte es in die Superpole 2. Nun müssen wir die Probleme lösen, die wir mit dem weicheren Reifen hatten. Doch ich muss auch sagen, dass ich viel Verkehr vor mir hatte, als ich diesen Reifen einsetzte. Also konnte ich nicht so schnell fahren, wie ich es gewollt hätte. Unser Fokus liegt nun auf der Arbeit für das Rennen, denn in Assen hatten wir im ersten Rennen ein paar Schwierigkeiten. Daher müssen wir die Daten nun nutzen, um in diese Richtung zu arbeiten. Ich muss aber auch meine Zufriedenheit mit der Arbeit von Iodaraing und Aprilia betonen», erklärte Savadori.

Der nach einer Hand-OP angeschlagene Alex De Angelis erreichte nur den 17. Platz mit ganzen 2,6 sec Rückstand auf die Spitze. De Angelis hatte sich einen Sehnenriss am kleinen Finger der linken Hand zugezogen, als er im Warm-up von Assen mit Josh Hook kollidiert war. «Wie prognostiziert war dies ein schwieriger Tag. Ich habe Schwierigkeiten beim Fahren, weil ich den Lenker mit drei Fingern kaum halten kann. So zu fahren ist nicht unmöglich, aber es ist ein bisschen seltsam. Ich muss mich daran gewöhnen, denn auf dieser Strecke gibt es viele Schikanen. Doch ich denke, dass es am Samstag schon besser laufen könnte.»

In Imola war der Pilot aus San Marino zum letzten Mal 1999 unterwegs. «Abgesehen von meiner Verletzung, arbeiteten wir viel an der Maschine und reduzierten sogar die Power, um das Wheelie-Problem zu lösen. In dieser Nacht wollen wir aber die Daten analysieren, um eine Lösung zu finden, wie wir die gesamte Motorkraft meiner Aprilia nutzen können. Imola ist eine der schwierigsten Rennstrecken der Welt. Eine neue Strecke in einer neuen Kategorie ist keine Hilfe für mich, denn das Bike bewegt sich durch das Verhalten der Reifen ohnehin sehr stark. Zudem ist man viel in Schräglage, wofür man erst ein Gefühl entwickeln muss. Sobald mir das gelingt, wird es besser laufen», ist De Angelis überzeugt.

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