Warum Nicky Hayden (Honda) Angst vorm Scheitern hatte

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Nicky Haydens Sorge, in der Superbike-WM zu scheitern, war unbegründet

Nicky Haydens Sorge, in der Superbike-WM zu scheitern, war unbegründet

Mit seinem ersten Sieg in Sepang hat Nicky Hayden bewiesen, dass er auch in der Superbike-WM erfolgreich sein kann. Daran zweifelte der Honda-Star zu Anfang aber selbst.

Platz 3 in Assen, beim Meeting in Sepang dann der erste Sieg in der Superbike-WM: Nicky Hayden hat allen Kritikern das Maul gestopft, er wäre nicht mehr schnell genug oder könnte seinen Fahrstil nach 13 Jahren MotoGP nicht auf die seriennäheren Motorräder umstellen.

Was der 34-Jährige aber heute zugibt: Er hatte selbst Befürchtungen, in der Superbike-WM zu scheitern!

«Vor der Saison war ich schon ein wenig nervös», gibt der MotoGP-Weltmeister von 2006 im Interview mit 'Sport Rider' zu. «Man hat ein paar MotoGP-Piloten in der Superbike-WM gesehen, die schnell waren – es gab aber auch einige, die den Umstieg nicht geschafft haben. In der MotoGP ist man viel steifere Rahmen und Reifen gewohnt. Sich davon wieder umzugewöhnen, ist für manche zu viel.»

«Für mich gibt es immer noch viel zu lernen», betont Hayden. «An den Wochenenden ist es häufig eine neue Piste und auch den Umgang mit nur einem Motorrad. Man muss die Trainings deshalb anders angehen. Man kann nicht einfach etwas ausprobieren, denn damit muss man in der Regel die gesamte Session fahren. Man kann zum Beispiel nicht während einer Session die Geometrie komplett umbauen oder die Schwingenumlenkung ändern.»

Das neue Umfeld und das Rennformat der Superbike-WM findet aber Haydens Zustimmung. «Das mit den zwei Rennen – das liebe ich! Wahrscheinlich ist es sogar das, was ich an der Superbike-WM am meisten schätzen», sagt der aus Owensboro in Kentucky stammende Hayden. «Ich denke es ist besser für uns Fahrer, aber auch für die Teams und die Fans. Klar ist es aber auch eine Herausforderung. Am Freitag hat man ein einstündiges Training am Nachmittag und dann noch einmal 15 Minuten am Samstag – dann ist es aber erst acht Uhr morgens . Die Strecke ist dann meistens noch so kühl, dass man nicht mit Rennreifen fahren kann. Die Session am Freitagnachmittag ist also unheimlich wichtig.»

Was fehlt, um konstant an der Spitze mitzufahren? «Ich denke mein grösstes Problem sind momentan noch die Qualifyings, da könnte ich am meisten herausholen», glaubt der Honda-Pilot. «Im Moment starte ich meistens aus der dritten Reihe. Die Top-3 peile ich ja gar nicht an, aber ich würde gerne aus der zweiten Reihe starten und mich von dort nach vorne arbeiten.»

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