Bald offiziell: Ducati-Werksteam mit Davies & Laverty

Von Günther Wiesinger
Superbike-WM
Haben familiäre Bande: Chaz Davies (li.) und Eugene Laverty

Haben familiäre Bande: Chaz Davies (li.) und Eugene Laverty

Der Nordire Eugene Laverty hat sich in der MotoGP-WM in der zweiten Saison einen Namen gemacht. Aber für 2017 bahnt sich seine Rückkehr in die Superbike-WM an.

Der 30-jährige Eugene Laverty macht sich weiter große und berechtigte Hoffnungen auf den zweiten Platz neben dem aktuellen WM-Dritten Chaz Davies im Ducati-Superbike-Werksteam für 2017.

Bisher darf der Nordire den Deal nicht offiziell bestätigen, aber beim MotoGP-Test in Spielberg/Österreich ist aus dem Ducati-Lager durchgesickert, dass Michael van der Mark 2017 bei Yamaha als Teamkollege von Alex Lowes landen wird und in Borgo Panigale aus dem Rennen ist. Und Marco Melandri ist seit einem Jahr kein Rennen gefahren, er hat im Frühjahr 2015 auf der MotoGP-Aprilia kläglich versagt.

Gleichzeitig kämpft das MotoGP-Ducati-Team von Jorge «Aspar» Martinez mit Finanzierungsproblemen, es hat in den letzten zwei Jahren Hauptsponsoren wie Drive M7 und Power Electronics verloren.

Und da Aprilia-Werksfahrer Alvaró Bautista für 2017 bei Martinez die Nummer-1-Rolle spielen wird, bleiben für Laverty keine großen finanziellen Ressourcen übrig. Er müsste wohl mit einer 2015-Ducati fahren, Bautista rechnet mit einer 2016-Maschine. Mit so einem Bike lässt sich eher der Kolumbianer Yonny Hernandez abspeisen, der aus einer wohlhabenden Familie kommt und Geld mitbringt.

Laverty, beim Argentinien-GP in diesem Jahr starker Vierter und aktuell WM-Zehnter, sieht wie Stefan Bradl in der Superbike-WM größere Erfolgschancen – und die Aussicht auf lukrativere Verträge.

Laverty galt seit Wochen als Wunschfahrer Nummer 1 bei Ducati für die Panigale R, obwohl auch Fahrer wie Melandri und van der Mark und bis Ende Juni auch Stefan Bradl im Gespräch waren.
Eugene Laverty machte sich bis zum Superbike-WM-Lauf in Misano (19. Juni) Hoffnungen auf den zweiten Platz neben Johnny Rea im Kawasaki-Werksteam, aber dann wurde ihm Tom Sykes vorgezogen.

Er stand dann auch bei Milwaukee-Teamchef Shaun Muir auf der Wunschliste, aber dort ist der Aprilia-Deal für 2017 bisher nicht besiegelt. An Kundenbikes von BMW zeigte Laverty kein Interesse.

Laverty hat in der Superbike-WM von 2011 bis 2014 zahlreiche Erfolge errungen: In 104 Rennen stand der 30-Jährige für Yamaha, Aprilia und Suzuki 33 Mal auf dem Podest, errang 13 WM-Laufsiege und zwei Pole-Positions. 2013 wurde er hinter Tom Sykes Vizeweltmeister.

Der vollbärtige Eugene Laverty macht bisher nur versteckte Hinweise, was seine Einigung mit Ducati betrifft. «Chaz Davies ist mein Schwager», sagte er mit einem vielsagenden Schmunzeln nach dem MotoGP-Test in Spielberg.

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