Grabmüller/Kirchhofer mit WM-Auftakt sehr zufrieden

Von Helmut Ohner
Grabmüller/Kirchhofer: Keine Erfahrungswerte im Nassen

Grabmüller/Kirchhofer: Keine Erfahrungswerte im Nassen

Mit dem dritten Platz in Le Mans startete die österreichisch/schweizerische Paarung Michael Grabmüller und Beifahrerin Sophia Kirchhofer erfolgreich in die FIM F2 Sidecar World Trophy.

«Das war heute kein leichtes Rennen für uns», stöhnte Michael Grabmüller nach dem über zwölf Runden gehenden Rennen auf dem Circuit Bugatti in Le Mans. «Wir haben den Start komplett versemmelt und waren mit Abstand die Letzten, die vom Fleck gekommen sind. Da wir auf den Geraden kaum Gripp auf das Hinterrad brachten, mussten wir dies mit höherem Kurvenspeed kompensieren.»

«Wir haben über die Wintermonate unseren Yamaha-Formel-2-Motor ins Formel-1-Chassis verpflanzt. Mit dieser Konfiguration sind wir noch nie im Nassen gefahren, deshalb hat die Gewichtsverlagerung nicht gestimmt. Sophia sehr leicht und konnte nur wenig Druck auf das Hinterrad ausüben. Mit mehr Sprit und einer anderen Übersetzung hätten wir dieses Manko wettmachen können.»

«Mit diesem Ergebnis sind wir trotzdem mehr als zufrieden. Wir waren uns schon vor dem Saisonauftakt im Klaren, dass Ben und Tom Birchall am Beginn der Meisterschaft ihren technischen Vorsprung ausspielen werden. Ihr Fahrstil passt optimal zur Kombination F2-Motor und F1-Chassis. Und dass die Franzosen Gérard Causse/Freddy Lelubez vor uns durchs Ziel gefahren sind, ist unter diesen Bedingungen auf ihrer Heimstrecke keine Überraschung.»

Grabmüller ist sich nach dem ersten Rennen sicher, dass sich der Seitenwagen-Rennsport in die richtige Richtung verändert. «Ab nächstes Jahr sind nur noch 600er-Motoren zuzulassen, das ist aus meiner Sicht eine gute Entscheidung. Vor allem auf dem Reifensektor bleiben damit die Kosten überschaubar, weil sich der Verschleiß in Grenzen hält. Das ist gerade im Dreirad-Lager sehr wichtig, weil die wenigsten Teams finanziell auf Rosen gebettet sind.»

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