Martin Smolinski: Werbekonzept wie bei Stefan Bradl

Von Ivo Schützbach
Speedway-GP

Am morgigen Samstag wird Martin Smolinski seinen ersten Speedway-GP als Fixstarter bestreiten. SPEEDWEEK.com sprach vorab mit dem schnellen Bayer.

Dein Plan für den Grand Prix sieht vor, dass du Werbung auf dem Motorrad pro Rennen verkaufst, wie es auch Stefan Bradls Teams LCR-Honda in der MotoGP-WM macht. Funktioniert das?

Das läuft ganz gut, die ersten Leute sind schon aufgesprungen. Es geht um die Werbeplätze rechter Oberschenkel, rechter Unterarm, eine Schulterklappe und ein breiter Streifen auf dem Motorrad. Für Neuseeland hatte ich mit einer deutschen Firma kommuniziert, aber es kam zu keinem Abkommen.

Wird man über dich VIP-Pakete für den Grand Prix buchen können, wie es zum Beispiel Nicki Pedersen anbietet?

Inwieweit wir so etwas machen, ist noch nicht ganz sicher. Ich muss erst mal die ganzen Leute vom Grand Prix kennenlernen, so lange halte ich meine Füße still. Wir haben ein paar Ideen, einige Sachen sind im Gespräch, die wir auf jeden Fall machen wollen. Jeder, der auf meiner «Wall of Friends» ist, wird einen Pit-Walk bekommen.

Weißt du von Hardcore-Fans, die nach Neuseeland mitgingen?

Wir werden vor Ort einige Deutschland-Flaggen sehen, ein paar Leute werden unten sein. Zuerst war auch geplant, dass einige Sponsoren und Freunde von mir unten sind...

Was sagst du zum Rückzug von Gollob und Sayfutdinov aus dem Grand Prix?

Das bestätigt meine Arbeitsweise, dass es nicht nur über die polnische Liga funktioniert. Meiner Ansicht nach haben sie ein Geldproblem. Der Grand Prix ist ein Nullgeschäft, es funktioniert nur über Sponsoren, du brauchst einen gewissen Rückhalt. Man muss halt auch die Kirche im Dorf lassen. Wenn man so hört, was in Polen bezahlt wird, dann glaube ich schon, dass es bei einigen Vereinen Probleme gibt, die Zahlungen einzuhalten.

Aus Polen ist zu hören, dass Tschenstochau Sayfutdinov um die 250.000 Euro schuldet.

Das kann ich mir ganz gut vorstellen.

Was meinst du zu der Nicht-Nominierung von Kai Huckenbeck als Deutscher Meister für die Speedway-Weltmeisterschaft?

Das ist eine ganz simple Sache. Als klar wurde, dass die Speedway-EM so stark ansteigt und so professionell wird, mussten wir uns entscheiden, ob wir EM oder WM fahren wollen. Ich musste mich auch entscheiden und habe die WM gewählt.

Traust du dir eine Vorhersage für den Grand Prix in Neuseeland zu?

Da bin ich ganz entspannt. Es läuft alles sehr gut, ich habe vor Auckland 200 Trainingsrunden abgespult. Wir konnten die ganzen Neuerungen an den Motorrädern konsequent umsetzen. Einige Leute hatten in Italien beim Training große Augen, als ich diverse neue Sachen probiert habe. Diese Sachen haben sich innerhalb kurzer Zeit sehr schnell rumgesprochen. Ich fühle mich sehr wohl auf dem Motorrad, es geht echt was vorwärts.

Was sagst du zu den Wettquoten für die Weltmeisterschaft? Du stehst mit einer Quote von 151:1 auf dem letzten Platz. Für Weltmeister Tai Woffinden stand die Quote vor einem Jahr 500:1.

Die Quoten interessieren mich nicht. Ich weiß, was ich kann, ich weiß, wer ich bin und ich weiß, was ich will. Ich schwimme seit meiner Jugend gegen den Strom und ich mache das auch weiter so.

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