Experten prophezeien: Martin Smolinski bricht ein

Von Jan Sievers
Speedway-GP
Martin Smolinski ist der einzige Fahrer im Speedway-GP, der in keiner der Top-3-Ligen der Welt fährt. Einige erwarten deswegen den baldigen Einbruch des schnellen Olchingers.

Vor nicht allzu langer Zeit galt es als unmöglich in der Speedway-Weltmeisterschaft vorne mitzumischen, wenn man nicht in der britischen Liga Woche für Woche gegen die Besten der Welt am Startband steht. Seit dem es in Polen das große Geld für die Stars zu holen gibt, war ein Start in der stärksten Liga der Welt unverzichtbar, wenn man im GP ernsthaft mitmischen will. Es gab immer wieder Ausnahmen, diese kann man aber an einer Hand abzählen.

Der deutsche GP-Star Martin Smolinski verblüffte die Fachwelt bei seinen bisherigen Auftritten im Speedway-GP, obwohl er in keiner der drei stärksten Speedway-Ligen antritt. Nach dem Siegeszug beim Auftakt in Neuseeland, war der schnelle Bayer auch in Polen nicht klein zu kriegen. Er schaffte es bis ins Semifinale und liegt in der WM-Wertung nur zwei Punkte hinter dem WM-Zweiten.

«Viele Leute lachen über mich und haben mich deswegen verhöhnt», sagte Smolinski zu SPEEDWEEK.com «Ich gehe schon immer meinen eigenen Weg. In meiner Klasse in der Schule waren 20 Leute und 19 haben gesagt: Hey, komm Martin, rauch eine Zigarette und ich habe nein gesagt. Es gibt im Fahrerlager vielleicht 15 Fahrer die sagen, hey, du musst jeden Tag irgendwo fahren, um erfolgreich zu sein. Ich sage, ich mache es dann, wenn ich Lust dazu habe.»

Irgendwann wird der Einbruch kommen, meinen einige Experten. Ihm wird die Schärfe abgehen, da er weder in der polnischen, schwedischen noch britischen Liga fährt und ihm die Rennpraxis auf hohem Niveau fehlen wird.

Smolinski: «Ich habe in Bromberg bewiesen, dass es geht. Ich war im Semifinale, andere Leute, die in den zwei Wochen davor zehn Rennen gefahren sind, waren nicht im Semifinale. Also war ich wohl gut unterwegs. Mich stört es wenig, was die Leute sagen. Ich weiß, dass meine Fans, meine Sponsoren und mein Team zu 100 Prozent hinter mir stehen. Ich glaube und hoffe auch, dass in Deutschland die Leute, die sonst nicht hinter mir stehen, mich in dieser Situation unterstützen und sich freuen. Ich bin mir sicher, dass auch bald andere Fahrer diesen Weg gehen werden.»

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