De Rosa (MV Agusta) bügelt Rekordchamp Sofuoglu

Von Sascha Weingrill
Supersport-WM
Das Team von MV Agusta bestreitet die Supersport-WM 2018 mit zwei Piloten, die letztes Jahr noch Superbike-WM fuhren. Der Erfolg gibt Recht: Raffaele De Rosa ließ Kenan Sofuoglu zweimal hinter sich.

Die Supersport-WM 2017 schloss MV Agusta mit Patrick Jacobsen auf dem sechsten Rang ab. Man konnte die vor der Saison gesteckten Erwartungen nicht erfüllen. Für die Saison 2018 konnte man mit Raffaele De Rosa und Ayrton Badovini zwei sehr erfahrene Piloten unter Vertrag nehmen, die im Jahr zuvor noch Stammpiloten in der Superbike-WM waren. Für gewöhnlich benötigen die Fahrer für diesen Schritt zurück einige Zeit, den Fahrstil umzustellen und sich eine geänderte Linienwahl einzuprägen. Bei den Tests in Jerez und Portimao überzeugten beide Piloten aber von Beginn weg. Vor allem De Rosa benötigte kaum Zeit, um den Rhythmus zu finden.

«In den vier Testtagen haben wir vieles probiert, doch das Hauptziel war, mein Gefühl auf dem Bike zu verbessern. Letztlich bin ich sehr froh über die Entwicklung», lautete das Resümee von De Rosa. «Da ich die letzten Jahre immer Superbike fuhr, war es nun wichtig viele Runden mit der Supersport-Maschine zu absolvieren. Glücklicherweise habe ich sofort ein gutes Gefühl aufgebaut und muss zugeben, dass die MV Agusta F3 richtig Spaß macht. Der Einsatz des Teams und das große Interesse an diesem Projekt motivieren mich zusätzlich.»

Der 30-jährige Italiener durfte zu Recht zufrieden mit seinen gezeigten Leistungen sein. Sowohl in Jerez als auch in Portimao lag er an der Spitze der kombinierten Zeitenlisten. Konnte De Rosa dem fünffachen Supersport-Weltmeister Kenan Sofuoglu in Jerez um 0,1 sec abhängen, brummte der dem Rekordweltmeister in Portimao ganze 3 Zehntelsekunden auf! Es lässt sich nur schwer abschätzen, wie fit Sofuoglu nach seinem komplizierten Beckenbruch aus der Vorsaison tatsächlich ist. Auch ist unklar ob der Türke bereit ist, schon bei den Vorsaison-Tests volles Risiko zu gehen – die negativen Erfahrungen aus der Saison 2017 dürften ihn etwas vorsichtiger agieren lassen.

Auch der mittlerweile 31-jährige Badovini zeigte sich letzten Endes in Portimao ebenfalls von seiner besten Seite und klassierte sich auf dem zweiten Platz – noch vor Sofuoglu, der Dritter wurde. «Ich freue mich darüber, wie die letzten beiden Tests mit meinem neuen Team abgelaufen sind», so Badovini. «Speziell die gute Zusammenarbeit innerhalb des Teams, nach so kurzer Zeit, gibt mir viel Zuversicht. Nach dem Test in Jerez war ich nicht ganz zufrieden mit dem Bike, doch in Portimao haben wir in die richtige Richtung gearbeitet.»

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