Ten Kate plant mit Yamaha Rückkehr in die SSP-WM

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM

Ten Kate Racing wurde mit Honda durch neun Fahrer-Titel zum erfolgreichsten Team der Supersport-WM. Sehen wir noch dieses Jahr eine Yamaha aus der niederländischen Tuningschmiede in der Startaufstellung?

Anfang März bestätigte Ten Kate Racing die Rückkehr in die Superbike-WM, Anfang April wurde Yamaha als neuer Partner offiziell bekanntgegeben. Neuverpflichtung Loris Baz wird am zweiten Juni-Wochenende in Jerez sein erstes Rennen auf der R1 bestreiten.

Längst wird bei Ten Kate auch darüber nachgedacht, sich in den kleineren Klassen Supersport 300 und Supersport 600 zu engagieren. «So könnten wir junge Fahrer heranziehen, wie wir es früher getan haben», erklärte Teamprinzipal Ronald ten Kate SPEEDWEEK.com. «Auch für Ten Kate Racing Products ist es wichtig, eng mit Teams zusammenzuarbeiten, um Teile zu entwickeln. Längerfristig wollen wir in allen drei Klassen präsent sein.»

Ten Kate gewann mit Fabien Foret, Chris Vermeulen, Karl Muggeridge, Sébastien Charpentier (2x), Kenan Sofuoglu (2x), Andrew Pitt und Michael van der Mark insgesamt neun Titel in dieser Klasse und wurde damit zum erfolgreichsten Team der Supersport-WM.

Nach der Saison 2016 begrub Ten Kate sein Team in der Supersport-WM, weil es von Honda Motor Europe keine Unterstützung mehr dafür gab, und sich die Truppe auf die Entwicklung der neuen CBR1000RR Fireblade konzentrieren sollte.

Bei Yamaha bietet sich Ten Kate die einmalige Gelegenheit, in allen drei Klassen Supersport 300, Supersport 600 und Superbike mit siegfähigem Material anzutreten. Kawasaki und Honda haben auch Bikes für alle drei Klassen. Aber Kawasaki ist mit der zehn Jahre alten ZX-6R in der Supersport-WM seit November 2017 ohne Sieg. Und Honda fährt mit seinen veralteten Maschinen in allen drei Klassen hinterher.

«Wir denken darüber nach, in einem Satelliten-Team oder auch im eigenen unser Material einzusetzen», schilderte ten Kate. «Schon jetzt zeigen einige Supersport-Teams Interesse an Motoren von uns, vielleicht tauchen unsere Motoren schon dieses Jahr wieder in der WM auf. Über die letzten Monate haben wir eine Supersport-Maschine entwickelt, deren Motor bereits konkurrenzfähig ist.»

Diese Woche wurde ein aktuelles Yamaha-WM-Team bei Ten Kate Racing in der Werkstatt in Nieuwleusen vorstellig, um auf dem Prüfstand die eigenen Motoren mit denen der Niederländer zu vergleichen. Um welches Team es sich handelt, wollte ten Kate nicht verraten.

Auf Nachfrage bei den Yamaha-Spitzenteams winkte Bardahl Evan Bros, das Team der beiden WM-Leader Randy Krummenacher und Federico Caricasulo, ab, sie bereiten ihre Motoren selbst vor. Dasselbe gilt für das Kallio-Team des WM-Vierten Thomas Gradinger.

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