Rallye Mexiko: WM-Comeback von Sébastien Loeb

Von Toni Hoffmann
WRC
Kris Meeke bei seinem Mexiko-Sieg 2017

Kris Meeke bei seinem Mexiko-Sieg 2017

Citroën C3 WRC stürmt Richtung Gipfel, vor einem Jahr feierte beim mexikanischen Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft Kris Meeke den ersten Sieg des Citroën C3 WRC, die Wiederholung soll nun folgen.

Nach den eisigen Temperaturen in Schweden, wo sich das Citroën Total Abu Dhabi World Rally Team den ersten Podiumsplatz des Jahres gesichert hat, geht es vom 8. bis 11. März für den dritten Rallye-WM-Lauf über den Atlantik. In der heißen Bergluft Mexikos feiert das Erfolgsduo Sébastien Loeb und Daniel Elena sein lang ersehntes WM-Comeback. Die Teamkollegen Kris Meeke und Paul Nagle wollen in einem weiteren Citroën C3 WRC an den guten Saisonauftakt anschließen.

In Mexiko zählt vor allem eins: Erfahrung! Die sehr speziellen Schotterstrecken (22 Prüfungen über 344,49 km) sowie die einmalige Kombination aus großer Höhe von bis zu 2.737 Metern und heißen Temperaturen setzen Autos und Fahrern zu. Gute Aussichten für das Citroën Total Abu Dhabi World Rally Team: In den 13 Jahren, in denen die Rallye Mexiko fester Bestandteil des WM-Kalenders bisher war, ging das Citroën-Team sieben Mal als Sieger hervor. Sechs Mal triumphierten Sébastien Loeb/Daniel Elena (2006, 2007, 2008, 2010, 2011 und 2012), während 2017 das Fahrer-Duo Meeke/Nagle nach einem packenden Finale ganz oben auf das Siegertreppchen fuhr.

Bei diesem ersten WM-Sieg des neuen Citroën C3 WRC eroberte Meeke auch durch eine gute Startposition die Führung und verteidigte diese mit seinem fahrerischen Können gegen die andauernden Angriffe des späteren Weltmeisters. Die mexikanischen Schotterpisten sind anfangs mit einer Sandschicht bedeckt, die erst im Laufe der Rallye abgetragen wird. «Daher ist ein erfolgreicher erster Tag der Schlüssel zum Erfolg», so Meeke. Aber auch die Reifenfrage ist wichtig. Bei den sandig-weichen Böden und der durch die Höhenluft reduzierten Motorleistung fällt die Entscheidung zwischen den weichen und den härteren Michelin-Reifen nicht leicht.

«Kris fühlt sich hier sehr wohl», sagt Pierre Budar. Der Teamchef von Citroën Racing ist daher zuversichtlich, dass sein Stammfahrer auch dieses Jahr um die vordersten Plätze mitkämpfen wird. Der Brite selbst freut sich schon auf die Herausforderung: «Da die Autos in der dünnen Höhenluft nicht die volle Leistung bringen, kommt es besonders darauf an, technisch sauber zu fahren.» Pro 1.000 Meter Höhe büßen die Triebwerke zehn Prozent ihrer Leistung ein.

Ganz anders die Voraussetzungen bei Sébastien Loeb, über dessen Rückkehr Teamchef Pierre Budar höchst erfreut ist. Für den 44-Jährigen ist Mexiko der erste von drei geplanten WM-Starts in seiner Comeback-Saison. Zwar bestritt der neunmalige Weltmeister seinen letzten WM-Einsatz bereits 2015 bei der Rallye Monte Carlo, dafür punktete er bei anderen Veranstaltungen. Seine direkte Vorbereitung auf Mexiko, wo er sechsmal gewonnen hatte, war kurz, aber erfolgversprechend: «Ich bin in zwei Tagen fast 500 Kilometer gefahren», so Loeb, der mit seinem neuen Auto zufrieden ist. «Der C3 WRC ist gut ausbalanciert und wurde seit meiner letzten Testfahrt Ende 2017 weiter verbessert.» Zwar kennt Loeb noch nicht alle Streckenabschnitte, aber der Rekord-Rallye-Champion ist immer für eine Überraschung gut. Besonders in Mexiko, bei einer seiner Lieblingsrallyes.

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