Verpatzter Auftakt ins Spa-Wochenende: George Russell im Hintertreffen?
George Russell blieb am Trainingsfreitag auf dem Circuit de Spa-Francorchamps deutlich langsamer als sein Teamkollege Kimi Antonelli. Muss der Mercedes-Routinier ein schwieriges Wochenende hinnehmen?
In beiden freien Trainings am Freitag war Kimi Antonelli der schnellere der beiden Mercedes-Piloten. In der ersten Session musste sich der WM-Leader aus Italien mit der sechstschnellsten Zeit begnügen. Sein Teamkollege George Russell blieb knapp dreieinhalb Zehntel langsamer und reihte sich auf der achten Position ein.
Am Nachmittag drehte der Teenager aus Bologna auf und umrundete die 7,004 km lange Strecke in 1:45,944 min. Damit war er der Schnellste im Feld. Russell war wiederum nur der Achtschnellste, ihm fehlten satte 1,285 sec auf die Tagesbestzeit seines Stallgefährten. Was war da los?
Der leitende Streckeningenieur Andrew Shovlin erklärt: «Im ersten Training war der Grip geringer als erwartet, weshalb das Auto in der ersten Stunde zu wenig Abtrieb hatte. Die Fahrer hatten mit einer schwierigen Balance zu kämpfen und daher nicht das nötige Vertrauen in das Auto, um die bestmögliche Rundenzeit herauszuholen.»
«Sowohl George als auch Kimi haben sich jedoch gut mit dem schwierigen Auto zurechtgefunden und uns eine gute Richtung für das zweite Training aufgezeigt», lobte der Brite seine Schützlinge. «Die Änderungen, die wir zwischen den Sessions vorgenommen haben, waren erfolgreich und das Auto war im zweiten Training deutlich besser abgestimmt.»
«Kimi konnte mit einer Runde auf den weichen Reifen die Bestzeit fahren und obwohl George den Tag auf Platz 8 beendete, spiegelt dies nicht wider, wozu er fähig ist. Er hatte nur einen Versuch, und wir sehen mehrere Bereiche, in denen er im Laufe des Wochenendes noch Zeit herausholen kann», erklärte Shovlin den grossen Unterschied zwischen den Zeiten der Sternfahrer.
Mit Blick auf die Gegner hielt der Ingenieur auch fest: «Das Kräfteverhältnis sieht wie schon bei den letzten Rennen sehr eng aus. Unser Ziel ist es immer, beide Autos ganz vorne zu platzieren. Auf den Longruns sahen wir ganz anständig aus, und das Renntempo ist in Spa mit Abstand am wichtigsten.»
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