Nordire Meeke beim britischen Heimspiel vorne

Von Toni Hoffmann
WRC
Der Nordire Kris Meeke führt in Wales

Der Nordire Kris Meeke führt in Wales

Der Nordire Kris Meeke kontrolliert im Toyota Yaris nach fünf Prüfungen sein britisches Heimspiel in der Rallye-Weltmeisterschaft mit wechselnden Verfolgern.

Nach fünf teils sehr schmierigen Prüfungen im verregneten Wales gab es bei der Ankunft in den Service im Llandudno an der Spitze ein einigermaßen geschlossenes Feld. Das Wetter war am Freitagvormittag mit Regen wie gewohnt sehr britisch und verwandelte die walisischen Waldwege wieder in Schlammpfade. Der dort am besten durchkam war Kris Meeke. Er führte 6,0 Sekunden vor Thierry Neuville im Hyundai i20 WRC, dem mit nur zwei Zehntelsekunden Abstand Meekes Teamkollege Jari-Matti Latvala sehr dicht folgte. Latvala selbst hat mit nur drei Zehntelsekunden Abstand seinen in der WM führenden Stallgefährten Ott Tänak im Genick.

«Es gab an vielen Stellen Aquaplaning, gerade auf der letzten Prüfung direkt nach dem Start. Man muss hier sehr konzentriert fahren», sagte Meeke zu seiner Führung bei seinem britischen Heimspiel.

Neuville: «Ehrlich gesagt: Ich bin froh, dass wir noch im Kampf sind. Die Bedingungen waren bisher sehr schwierig, aber es wird am Nachmittag noch härter», war der Kommentar des Tabellendritten Neuville.

Der Tabellenzweite und Vorjahressieger Sébastien Ogier fiel nach einem kurzem Aha-Moment im Citroën C3 RC auf der fünften Entscheidung vom dritten auf den fünfen Rang (+ 8,8) und vor seinem Teampartner Esapekka Lappi (+ 14,0) zurück.

Der Waliser Elfyn Evans musste nach der dreimonatlichen Zwangspause auf der dritten Entscheidung einen Dämpfer einstecken. Der Sieger von 2017 beschädigte die hintere Aufhängung seines Ford Fiesta RS und fiel mit einem Zeitverlust von 43 Sekunden vom sechsten auf den zwölften Rang zurück, kämpfte sich aber bis zur Mittagspause auf den neunten Platz (+ 44,5) zurück.

Die Premiere von Hayden Paddon im Ford Fiesta R5 MK2 endete vorerst auf der vierten Entscheidung mit einem Ausflug ins Gelände. In Australien soll Paddon endlich den Ford Fiesta WRC pilotieren dürfen.

Das Vater-Sohn-Duell in der Familie Solberg mit gleichen «Waffen», einem VW Golf GTI R5, war leider zu früh beendet. Der 17 Jahre alte Sohn Oliver schied auf der zweiten Prüfung mit einem mechanischen Problem aus. Vater Petter, viermaliger Sieger auf der britischen Insel, setzte bei seinem gleichzeitigen WM-Comeback und WM-Abschied auf der ersten Prüfung im Oulton Park mit der drittbesten Zeit ein Ausrufzeichen. Nach der vierten Prüfung notierte der Weltmeister von 2003, wieder mit Phil Mills als Beifahrer, den 18. Gesamtrang und in der WRC2 den zweiten Platz hinter Pierre Loubet im Skoda Fabia.

Die fünfte Prüfung wurde aus Sicherheitsgründen wegen unvernünftiger Zuschauer nach der Passage von Evans abgebrochen.

Rallye Wales/GB – Stand nach der 5. von 22 Prüfungen (vorläufig):

Platz

Team/Auto

Zeit/Diff.

1.

Meeke/Marshall (B), Toyota

38:03,1

2.

Neuville/Gilsoul (B), Huyndai

+ 6,0

3.

Tänak/Järveoja (EE), Toyota

+ 6,2

4.

Latvala/Anttila (FIN), Toyota

+ 6,5

5.

Ogier/Ingrassia (F), Citroën

+ 8,8

6.

Lappi/Ferm (FIN), Citroën

+ 14,0

7.

Mikkelsen/Jeager (N), Hyundai

+ 20,2

8.

Suninen/Salminen (FIN), Ford

+ 28,4

9.

Evans/Barritt (GB), Ford

+ 44,5

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