Portugal: Skoda Privatier Kajetanowicz gewinnt WRC3

Von Toni Hoffmann
WRC
Kajetan Kajetanowicz auf Fafe

Kajetan Kajetanowicz auf Fafe

Bei der Rallye Portugal, der vierten Runde zur Weltmeisterschaft, feiern Kajetan Kajetanowicz/Maciej Szczepaniak im Skoda Fabia Rally2 evo zweiten WRC3-Sieg in Folge.

Zwei Skoda Kundenteams fuhren bei der Rallye Portugal, dem vierten Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft (20. bis 23. Mai 2021), auf das Podium der WRC3-Kategorie. Kajetan Kajetanowicz/Maciej Szczepaniak (PL) feierten ihren zweiten Klassensieg in Folge. Chris Ingram/Ross Whittock (GB), die FIA Rallye-Europameister des Jahres 2019, erreichten im Skoda Fabia Rally2 evo das Ziel nach 20 Wertungsprüfungen über insgesamt 337,51 Kilometer auf Rang drei in der WRC3. Marco Bulacia/Marcelo Der Ohannesian (BOL/RA) aus dem von Skoda Motorsport unterstützten Team wurden Sechste in der Kategorie WRC2 und sammelten wertvolle Punkte für die Fahrer- und Beifahrerwertung der Kategorie.

Wie erwartet sorgte die Rallye Portugal nicht nur in der Gesamtwertung, sondern auch in der reinen Privatfahrern vorbehaltenen Kategorie WRC3 für viel Action. Emil Lindholm/Reeta Hämäläinen im Skoda Fabia Rally2 evo führten die WRC3 während der ersten Etappe nur kurzzeitig an. Durch zwei Reifenschäden wurden die Finnen zurückgeworfen. Auf den folgenden Wertungsprüfungen war es an Kajetan Kajetanowicz und Beifahrer Maciej Szczepaniak, Jagd auf die zwischenzeitlich führenden Yohan Rossel/Alexandre Coria aus Frankreich zu machen. Und die polnische Crew im Skoda Fabia Rally2 evo ließ sich nicht zweimal bitten. Am Samstagmorgen übernahm sie das Kommando in der WRC3. Allerdings sorgte ein Dreher von Kajetanowicz für einen erneuten Wechsel an der WRC3-Spitze. Am Ende der zweiten Etappe trennten die Polen nur 3,0 Sekunden vom zwischenzeitlich wieder führenden französischen Team. Der Abstand zu den Drittplatzierten, Chris Ingram und Beifahrer Ross Whittock im Skoda Fabia Rally2 evo des Teams SXM Competition, betrug dagegen bereits fast eine Minute.

Im Verlauf der Schlussetappe ließ Kajetan Kajetanowicz erneut keinen Zweifel daran aufkommen, dass er mit dem zweiten Platz in der WRC3 nicht zufrieden sein würde. Am Sonntag wechselte er sich zunächst mit Skoda Markenkollege Chris Ingram darin ab, WRC3-Bestzeiten auf den Wertungsprüfungen zu fahren, und überholte daraufhin Yohan Rossel. Einmal in Führung liegend, verteidigten Kajetanowicz und Beifahrer Szczepaniak diese Position und sicherten sich nach ihrem Erfolg bei der Rallye Kroatien im vergangenen Monat den zweiten WRC3-Sieg in Folge. Damit rückt Kajetan Kajetanowicz auf den zweiten Platz in der WRC3-Gesamtwertung vor. Hinter Rossel/Coria folgten Ingram/Whittock auf der dritten Position – das erste WRC3-Podium für die FIA Rallye-Europameister von 2019. Emil Lindholm/Reeta Hämäläinen erreichten wenigsten ein versöhnliches Ende der Rallye und erzielten die WRC3-Bestzeit in der abschließenden Powerstage.

Die WRC2-Gesamtführenden Andreas Mikkelsen/Ola Fløene mussten auf den Start bei der Rallye Portugal verzichten, weil Mikkelsen kurz zuvor positiv auf Corona getestet worden war. Ihre Teamkollegen Marco Bulacia (BOL) und Beifahrer Marcelo Der Ohannesian (ARG) zeigten eine solide Leistung. Die Südamerikaner belegten im Skoda Fabia Rally2 evo den sechsten Platz in der Kategorie WRC2.

Der nächste Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft führt die Teams auf die Mittelmeerinsel Sardinien zur Rallye Italien (3. bis 6. Juni). Dann werden auch Mikkelsen/Fløene planmäßig wieder am Start sein. Voraussetzung ist, dass Mikkelsen sich bis dahin vollständig von seiner Corona-Infektion erholt und die erforderliche Freigabe erhalten hat.

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