Toyota-Pilot Sebastien Ogier Rallye-Weltmeister 2025
Die Rallye Saudi-Arabien endete nach dramatischen Verlauf mit einem mit einem - nach vielem diesjährigen «Charakterbuilding» - versöhnlichen Doppelsieg der Hyundai-Piloten Thierry Neuville und Adrien Fourmaux.
Ogier belegte beim 14. und letzten WM-Lauf der Saison den dritten Platz und holte sich damit in Saudi-Arabien sieben Punkte mehr als sein Toyota-Teamkollege Elfyn Evans, der die WM vor dem Finallauf noch angeführt hatte. Somit konnte Ogier vor dem Waliser sich mit vier Punkten Vorsprung den Meistertitel sichern. Es ist zudem der erste Titel für Ogiers Beifahrer Vincent Landais, der seit Ende 2022 mit dem 41-jährigen Champion ins Cockpit steigt.
Vor Saisonbeginn hatte Ogier beschlossen gehabt, in diesem Jahr nur noch ein Teilzeitprogramm zu fahren. Im Laufe der Saison gewann Ogier sechs von elf WM-Läufen. Er lies die Läufe in Schweden, Kenia und Estland aus und stand nur einmal nicht auf dem Podium, nachdem ihn eine Reifenpanne bei der Central European Rally aus dem Rennen geworfen hatte.
In Saudi-Arabien lag er die meiste Zeit des Rennens außerhalb der Top 5, bevor ihn eine hochdramatische vorletzte Etappe - gepaart mit seiner eigenen engagierten Leistung - auf den dritten Platz schon zu seinem neunten Weltmeistertitel vorkatapultierte, den er am Schlusstag dann zementierte.
«Das war wirklich eine grandiose Saison. Was für ein großer Kampf mit Elfyn und Scott», kommentierte Ogier und meinte: «Ehrlich gesagt: Es gibt nur große Champions, wenn man große Gegner hat und beide waren super stark. Wir haben uns bis zur letzten Etappe des Jahres an unsere Grenzen gebracht. Vielen Dank an das gesamte Toyota Gazoo Racing-Team. Es war eine sehr erfolgreiches Jahr. Ich bin stolz und sehr glücklich Teil dieser Familie zu sein». Ogiers gewann weitere Weltmeistertitel mit Volkswagen (2013–2016), M-Sport Ford (2017–2018) und Toyota, als er noch Vollzeitfahrer (2020–2021) war.
Evans führte nach 10 von 14 Runden die Meisterschaft an, musste sich jedoch zum fünften Mal in seiner Karriere mit dem zweiten Platz begnügen.
«Es war natürlich ein harte Rallye. Ich denke, wir haben im Rahmen des Möglichen alles gegeben. Der Reifenschaden am Freitagmorgen war natürlich nicht hilfreich, aber so ist das nun mal bei dieser Rallye», meinte Evans. «Wir haben getan, was wir konnten, das war's. Ich muss mich einfach bei allen bei TGR bedanken, sie haben einfach über das ganze Jahr hinweg großartige Arbeit geleistet».
Endergebnis Rallye Saudi-Arabien nach 17 Wertungsprüfungen
1. Neuville/Wydaeghe (Belgien) Hyundai 3:21.3h
2. Fourmaux/Coria (Frankreich) Hyundai +54,7s.
3. Ogier/Landais (Frankreich) Toyota +1.03,3m
4. Pajari/Salminen (Finnland) Toyota +1.51,7
5. Katsuta/Johnston (Japan) Toyota +1.59,9
6. Evans/Scott (Großbritannien) Toyota +3.43,9
7. Rovanperä/Halttunen (Finnland) Toyota +1.15,0m
8. Munster/Lauka (Luxemburg) Ford +7.07,2
9. McErlean/Treacy (Irland) Ford +8.30,5
10. Solberg/Edmundson (Schweden) Toyota +10.00,6










