Fahrer des Tages: Robert Kubica

Von Christian Schön
WRC
Beim sechsten WM-Start im World Rally Car zum ersten Mal ohne Probleme im Ziel – Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica

Beim sechsten WM-Start im World Rally Car zum ersten Mal ohne Probleme im Ziel – Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica

Der ehemalige Formel-1-Pilot hat endlich mal wieder eine Rallye regulär beendet. Und dabei sogar WM-Punkte geholt

Einer der ganz wenigen, die den Glauben an Robert Kubica noch nicht verloren hatten, war er selbst. »Die Ergebnisse interessieren mich nicht. Ich bin hier, um zu lernen. Fehler gehören dazu«, sagte der ehemalige Formel-1-Pilot gebetsmühlenartig immer dann, wenn er mal wieder sein Auto ins Unterholz gefeuert hatte.

Und dies tat der 29 Jahre alte Krakauer derart häufig, dass einer seiner Mechaniker lästerte: »So viele Crashs hat noch nicht einmal Colin McRae am Anfang seiner Karriere produziert.« Seit er Ende 2013 nach dem Gewinn der WRC2-Weltmeisterschaft den Sprung in ein World Rally Car gewagt hatte, lag Kubicas Unfalldurchschnitt – dank Restart-Möglichkeit – bei zwei pro Rallye.

Nachdem er bei der Rallye Portugal zum vierten Mal in dieser Saison nicht regulär ins Ziel gekommen war, nahm sich Ford-Teamchef Malcolm Wilson seinen gut zahlenden Kunden zur Brust. „Du musst Deine Einstellung ändern“, forderte er.

Und Kubica scheint tatsächlich zugehört zu haben. Bei der Rallye Argentinien – immerhin erst sein 13. WM-Start – legte er eine fehlerfreie Leistung hin, fügte seinem Fiesta WRC keinen Kratzer zu und wurde am Ende Sechster. Hätten die am Freitag ausgefallenen Andreas Mikkelsen (VW) und Thierry Neuville (Hyundai) die bis zur letzten Regeländerung gültigen Strafzeiten für ihre Restarts bekommen, wäre Kubica sogar Vierter geworden.

»Die Umstellung war sehr schwierig für mich«, erzählte Kubica, für den der argentinische WM-Lauf Neuland war. »Mehr als zwanzig Jahre lang bin ich nach der Devise gefahren, dass der schnellste Weg der Weg zum Sieg ist. Aber das funktioniert bei einer Rallye nur mit hohem Risiko.«

Kubica hat vor allem Schwierigkeiten, den Drift als korrekten Fahrstil bei Schotter-Rallyes zu akzeptieren. »Driften kostet immer Zeit, deswegen habe ich es bisher soweit wie möglich vermieden. Aber ein instabiles Auto bietet nun mal mehr Möglichkeiten für Korrekturen, wenn die Geschwindigkeit nicht ganz zur Kurve passt oder ein Stein im Weg liegt.«

Verständlicherweise freut sich der Sieger des GP Kanada 2008 besonders auf die Asphalt-Rallyes im Herbst. »Dann kann ich endlich wieder so fahren, wie ich es seit meinem siebten Lebensjahr trainiert habe.«

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