Mikko Hirvonen bestätigt: »Ich höre auf«

Von Christian Schön
WRC
Nach der bevorstehenden Rallye Großbritannien hängt der sympathische Finne den Helm an den Nagel. Damit tritt einer besten Fahrer zurück, die nie Weltmeister wurden

Lange wurde darüber spekuliert. Jetzt bestätigte Mikko Hirvonen exklusiv gegenüber Speedweek.com: »Nach der Wales Rally GB nächste Woche höre ich auf.« Damit hängt nicht nur einer der momentan dienstältesten WM-Piloten nach dreizehn Jahren in der ersten Liga des Rallyesports den Helm an den Nagel. Mit Hirvonen verliert die WM auch einen der humorvollsten und sympathischsten Fahrer. »Ich will mich in Zukunft stärker auf mein Leben außerhalb des Cockpits konzentrieren. Ich brauche mehr Zeit für meine Familie und meine Kinder«, begründete der 34-Jährige aus der Nähe der finnischen Rallye-Metropole Jyväskylä seinen Schritt.

Hirvonen ist auch einer der erfolgreichsten WM-Piloten, die es niemals zum Weltmeistertitel geschafft haben. Jahrelang verzweifelte er als Ford-Werkspilot am übermächtigen Sébastien Loeb. Drei Mal wurde er gemeinsam mit Stammbeifahrer Jarmo Lehtinen Zweiter hinter dem Franzosen, 2009 musste er sich um nur einen einzigen Punkt geschlagen geben. Immerhin verhalf Hirvonen – gemeinsam mit Landsmann und Teamkollege Marcus Grönholm – Ford zur zwei Marken-Weltmeisterschaften (2006 und 2007). Bis auf einen (Italien 2012 im Citroën) feierte er alle seine 15 WM-Siege in Autos der amerikanischen Marke, für die er auch in der laufenden Saison ins Lenkrad greift.

Mit dem Makel des »ewigen Zweiten« kann Hirvonen inzwischen gut leben. »Ich habe mich mit einigen außergewöhnlichen Fahrern duelliert. Manchmal habe ich gewonnen, manchmal habe ich verloren. Einen Riesenspaß gemacht hat es jedes Mal.«

Nächste Woche bestreitet Hirvonen in Wales seine 163. WM-Rallye – einen mehr als der bisherige finnische Rekordhalter Juha Kankkunen. Die Chancen auf seinen 16. Sieg stehen nicht schlecht. »Mein Sieg bei der Wales Rally GB 2007 gehört zu den schönsten Erinnerungen«, blickte Hirvonen zurück. »Ich stand auf dem Podium zusammen mit Sébastien Loeb und Marcus Grönholm, die ich beide besiegt hatte. Das können nicht viele von sich behaupten.«

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