24h Le Mans

24h Le Mans: Erwartete Pole-Position für Toyota LMP1

Von - 15.06.2018 00:09

Kazuki Nakajima ist der große Held der Qualifikation zu den 24 Stunden von Le Mans. Mit einer spektakulären Runde in der dritten Session konnte er seine Bestzeit vom Vortag nochmals verbessern. Porsche in der GTE vorne.

Die beiden Toyota TS050 Hybrid werden die 24 Stunden von Le Mans 2018 von der ersten Reihe aus starten. Die einzig verbliebenen Hybrid-Renner im Feld der 60 teilnehmenden Fahrzeuge dominierten bereits seit dem freien Training das Geschehen an der Sarthe. Mit einer Zeit von 3:15,377 Minuten konnte Kazuki Nakajima die Pole-Position herausfahren. Der 33-Jährige setzte diese Marke zu Beginn der dritten von drei Qualifikationen, die in der Nacht von Donnerstag auf Freitag stattfand. Nakajima, der sich einen TS050 mit Sébastien Buemi und Fernando Alonso teilt, hatte seinen Wagen bereits am Mittwoch auf die provisorische Pole-Position gestellt und hätte eigentlich gar nicht mehr nachlegen müssen. Jedoch versuchte er die Rekordrunde von Mannschaftsgefährte Kamui Kobayashi (3:14,791 Minuten) aus dem Vorjahr zu knacken. Ein Ansinnen, das jedoch nicht gelang.

Mit 3:17,377 Minuten platzierte sich das Toyota-Schwesterauto von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López ebenfalls in der ersten Startreihe. Diese von Kobayashi erzielte Zeit stammte noch aus der ersten Quali-Sitzung am Mittwoch. Auch hinter den beiden Werkswagen hatte sich in der letzten Qualifikation noch Entscheidendes getan. So konnten die Rebellion R13 zunächst die nächsten beiden Startpositionen okkupieren. Doch der französische Youngster Thomas Laurent bekam im eigentlich drittplatzierten Wagen #3 seine Zeit von 3:18,252 Min. nachträglich gelöscht. Er hatte das am Eingang der Boxengasse aufgestellte Zelt der technischen Kommissare nicht angefahren, als er für eine zufällige Kontrolle auserwählt wurde. Mit 3:19,945 Minuten fielen Laurent und seine beiden Wagenpartner Gustavo Menezes und Mathias Beche noch auf Position fünf zurück.

Somit ging Rang drei und die beste Runde der privaten LMP1-Fraktion an den zweiten Rebellion der Routiniers Neel Jani, André Lotterer und Bruno Senna, die auf 3:19,449 Minuten kamen. Das entspricht in etwa jenem Zeit-Spektrum, das Rebellion-Pilot Neel Jani bereits im April bei SPEEDWEEK.com prognostizierte.

Auf der folgenden Startposition geht der beste BR1 von SMP Racing ins 24-Stunden-Rennen. Der mit russischen Geldern bei Dallara in Italien in Auftrag gegebene LMP1 hatte zu Beginn der Rennwoche noch leicht schneller gewirkt als die Rebellion, mussten sich dann letztendlich aber doch geschlagen geben. Mit 3:19,483 Minuten kam der Wagen um Le-Mans-Star Stéphane Sarrazin bzw. den beiden Nachwuchspiloten Egor Orudzhev und Matevos Isaakyan (SMP Racing) auf Rang vier. Hinter dem zurück gestuften Rebellion platzierte sich das BR1-Kundenfahrzeug von DragonSpeed (Ben Hanley, Henrik Hedman und Renger van der Zande mit 3:21,110 Min.) und das zweite SMP-Auto von Mikhail Aleshin, Vitaly Petrov und Jenson Button (3:21,408 Min.) auf den Positionen sechs und sieben.

Der ENSO CLM und die der Ginetta von Oliver Rowland, Alex Brundle und Oliver Turvey komplettierten die Top neun. Vor allem der britische G60-LT-P1 machte in der dritten Qualifikation nochmals einen Schritt und konnten mit 3:23,757 Minuten die Phalanx der 20 LMP2-Wagen in die Schranken weisen. Das hätte das Schwesterfahrzeug auch geschafft. Jedoch kamen Charles Robertson, Mike Simpson und Léo Roussel letztendlich lediglich auf Rang 14, da ebenfalls nicht im angesprochenen Zelt angehalten wurde.

In der kleinen Prototypen-Klasse sah es in der Sitzung von Donnerstagnacht ebenfalls nochmals nach einem Wechsel an der Spitze aus, als Loïc Duval im Oreca 07 von TDS Racing eine Zeit von 3:24,816 Minuten aufstellte. Jedoch bekam er diese Runde ebenfalls gecancelt, da auch der Audi-DTM-Pilot das Zelt der technischen Kommissare verpasste. Somit ging die Pole-Position nun doch an den Oreca 07 von IDEC Sport (Paul Lafargue, Paul-Loup Chatin und Memo Rojas). Wie in der LMP1 lag dieses Fahrzeug schon am Mittwoch vorne und konnte diese Bestzeit am Donnerstag nochmals drücken - auf letztendlich 3:24,842 Minuten. Insgesamt stellte sich in der LMP2 auch wieder die erwarte Oreca-Dominanz ein. Alle neun der in Südfrankreich gebauten Boliden befanden sich unter den ersten Elf der Klasse.

So wechselhaft, wie es bei den beiden Prototypen-Klassen zuging, so ruhig lief es in der GTE-Kategorie. Hier hatte Porsche-Pilot Gianmaria Bruni bereits am Mittwoch mit 3:47,504 Minuten eine wahnsinnigen Rekord aufgestellt. Auch die Zeiten des zweitplatzierten Porsche von Michael Christensen, Kévin Estre und Laurens Vanthoor (3:49,097 Min.) und des auf drei liegenden Ford GT von Stefan Mücke, Olivier Pla und Billy Johnson(3:49,181 Mn.) stammen noch vom Mittwoch. Erst der auf vier startende Ferrari 488 GTE Evo von James Calado, Alessandro Pier Guidi und Daniel Serra konnte sich mit 3:49,494 Min. am Donnerstag noch verbessern. In der Am-Wertung ging die Pole-Position mit 3:50,728 Minuten an den Porsche 911 RSR von Dempsey-Proton Racing mit Khaled Al Qubaisi, Giorgio Roda und Matteo Cairoli.

Am Freitag wird es in Le Mans zunächst politisch zugehen, da FIA und ACO die neuen ab 2020 geltenden technischen Regeln der LMP1-Klasse verkünden werden. Mit Track-Action geht es am Samstag ab 9:00 Uhr weiter, wenn das Warm-up ansteht. Rennstart der 86. Ausgabe ist schließlich am Samstag um 15:00 Uhr. Hier das Ergebnis aus der dritten Qualifikation auf unseren Seiten. Hier geht es zu den kombinierten Zeiten der drei Sessions.

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Pole-Position bei den 24h von Le Mans 2018 für den Toyota TS050 Hybrid von Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso © LAT Motorsport Images Pole-Position bei den 24h von Le Mans 2018 für den Toyota TS050 Hybrid von Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Fernando Alonso Schnellster LMP2 in Le Mans: Der Oreca 07 von IDEC © LAT Motorsport Images Schnellster LMP2 in Le Mans: Der Oreca 07 von IDEC Dominierte die GTE-Kategorie: Der Porsche 911 RSR von Richard Lietz, Gianmaria Bruni und Frédéric Makowiecki © LAT Motorsport Images Dominierte die GTE-Kategorie: Der Porsche 911 RSR von Richard Lietz, Gianmaria Bruni und Frédéric Makowiecki Bester Am-Wagen bei den 24h von Le Mans: Der Porsche 911 RSR von Dempsey-Proton Racing © LAT Motorsport Images Bester Am-Wagen bei den 24h von Le Mans: Der Porsche 911 RSR von Dempsey-Proton Racing
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