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Letztes Update 23.11.17 10:25:04
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Steckbrief

Fernando Alonso

Rennfahrer

Vorname: Fernando
Nachname: Alonso Díaz
Spitzname: Samurai
Webseite: www.fernandoalonso.com
Twitter: alo_oficial
Nationalität: Spanien
Geburtsdatum: 29.07.1981 in Oviedo, Spanien (36 Jahre, 3 Monate und 25 Tage)
Familienstand: Geschieden
Wohnort: Dubai
Größe: 171 cm
Gewicht: 68 kg
Hobbys: Radfahren, Fußball
Lieblingssportart(en): Motorsport
Lieblingsstrecke: Suzuka
Lieblingsspeise(n): Asturischer Eintopf, Pasta, Hähnchen-Curry
Lieblingsmusik: spanische Musik und U2

Fernando Alonso saß bereits mit drei Jahren erstmals in einem Kart. Im Alter von acht Jahren gewann er zahlreiche regionale Meisterschaften, sehr zum Verdruss seiner erheblich älteren Pistenrivalen, und 1993/1994 gewann er die spanische Junioren-Kartmeisterschaft. Auf Grund des Meistertitels durfte er an der Kart-WM teilnehmen und wurde Dritter. 1996 wurde Alonso Junioren-Kart-Weltmeister.

1999 verließ Alonso den Kartsport und wechselte unter Anleitung des ehemaligen Formel-1-Piloten Adrian Campos in die Euro Open Movistar by Nissan-Meisterschaft (Vorgänger der späteren Renault World Series und Formel Renault 3.5). Bereits in seiner ersten Saison konnte der damals 18-Jährige die Meisterschaft gewinnen, was zu einer Einladung zu Formel-1-Testfahrten für das Minardi-Team führte.

Im Jahr 2000 wechselte er in die Formel 3000. Die Saison begann er nicht herausragend, mit einer starken Steigerung zum Saisonende konnte er aber die Talentsucher der Formel 1 überzeugen, allen voran den cleveren Flavio Briatore. Ein souveräner Sieg auf der äußerst anspruchsvollen Strecke von Spa-Francorchamps ließ die Formel-1-Welt aufhorchen. Am Ende war noch ein vierter Platz in der Gesamtwertung drin.

Für die Saison 2001 verpflichtete Flavio Briatore den Rohdiamanten und verschaffte ihm einen Vertrag mit dem italienischen Minardi-Team in der Formel 1. Die Minardi-Renner waren den meisten Konkurrenten krass unterlegen, Alonso konnte aber mit kleinen Erfolgen auf sich aufmerksam machen. Seine Stallgefährten Tarso Marques aus Brasilien und Alex Yoong aus Malaysia hatten nicht den Hauch einer Chance gegen ihn. Für 2002 brachte Briatore den talentierten Spanier als Testfahrer bei Renault unter, wo Briatore Teamchef war. Alonso sollte ein Jahr lang in einem Top-Team lernen.

2003 saß Alonso als Stammfahrer im Renault. Er überzeugte sofort. Beim Grossen Preis von Ungarn gewann er überlegen und konnte sogar Michael Schumacher überrunden. Die Saison brachte noch einige weitere hervorragende Platzierungen, so dass am Ende ein sechster Platz in der Fahrerwertung heraussprang.

2004 verlief ebenfalls vielversprechend. Ein Rennsieg war zwar nicht möglich, aber zölrf Punktefahrten (davon drei bis aufs Siegerpodest) bedeuteten WM-Rang 4.

2005 startete Alonso mit einem dritten Platz in die neue Saison, bevor er anschließend drei Rennen in Folge gewann und damit klar zum Favoritenkreis für den WM-Titel zählte. Schärfster Gegner war Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes. Der Finne wurde jedoch des Öfteren von seinem Auto im Stich gelassen, so dass Alonso am 25. September 2005 zum ersten Mal den WM-Titel gewann – als bis dahin jüngster Pilot.

Der Saisonstart 2006 in Bahrain verlief mit einem Sieg vielversprechend. Härtester Gegner in dieser Saison war Michael Schumacher mit Ferrari. Die beiden lieferten sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, das Fernando Alonso am Ende für sich entscheiden konnte. Das Unternehmen Titelverteidigung war geglückt.

Noch vor Beginn der Saison 2006 gab der Spanier seinen Wechsel zu McLaren-Mercedes 2007 und die Trennung von Manager Briatore bekannt. Das Timing schien zu stimmen. Die Wintertestfahrten deuteten darauf hin, dass Alonso gute Chancen auf eine erneute Titelverteidigung hatte. Sein neuer Teamkollege, Formel 1-Neuling und Supertalent Lewis Hamilton, machte dem Spanier jedoch das Leben schwer und gab sich nicht mit der Rolle der Nummer 2 zufrieden. Nach wenigen Rennen war klar, dass die beiden den WM-Titel vermutlich unter sich ausmachen werden und sich höchstens selbst im Weg stehen können. Einzig ernstzunehmende Gegner waren die Ferrari Piloten Kimi Räikkönen und Felipe Massa.

Der WM-Kampf zwischen den beiden McLaren-Platzhirschen spitzte sich mehr und mehr zu und fand seinen Höhepunkt beim Qualifying zum Ungarn-GP, als Alonso nach seiner vorläufigen Pole-Position zum Ende des Qualifyings so lange an der Box stehenblieb, bis Lewis Hamilton (hinter ihm auf neue Reifen wartend) die Zeit für eine weitere schnelle Runde fehlte. Die FIA bestrafte Alonso für dieses grob unsportliche Verhalten und versetzte ihn um fünf Startplätze zurück. Das spielte den Verfolgern von Ferrari natürlich in die Karten. Am Ende konnte Kimi Räikkönen seinen Punktrückstand auf die McLaren-Piloten aufholen und diese in einem dramatischen WM-Finale von Brasilien noch überholen. Alonso wurde hinter seinem Teamkollegen und Weltmeister Räikkönen nur Dritter der Fahrerwertung.

Anfang November 2007 gab McLaren bekannt, dass Alonso das Team bereits nach einem von ursprünglich drei vertraglich vereinbarten Jahren verlässt. 2008 und 2009 fuhr Alonso wieder für das Renault-Team. Nach einer enttäuschenden Saison 2008 in einem nicht konkurrenzfähigen Auto gewann er noch den Großen Preis von Singapur und das darauffolgende Rennen in Japan und wurde so Gesamtfünfter. Am meisten Schlagzeilen machte jedoch der Skandal von Singapur: Teamchef Flavio Briatore musste seinen Hut nehmen, nachdem herausgekommen war – er hatte Nelson Piquet angewiesen, in eine Mauer zu fahren, Alonso nutzte die Safety-Car-Phase für einen perfekte getimten Boxenhalt und gewann die Nachtpremiere im Stadtstaat. Alonso hat bis heute jedes Wissen um den Betrug geleugnet.

Sein ehemaliger Teamkollege Lewis Hamilton wurde 2008 mit McLaren Weltmeister und nahm ihm den Titel des jüngsten Formel 1-Weltmeisters ab. Ein paar Top-Ten-Platzierungen und eine Pole-Position in Ungarn waren die Höhepunkte der Saison 2009, Alonso wurde lediglich WM-Neunter. Spekulationen um den Wechsel des Asturiers zu Ferrari erwiesen sich als richtig, als die Scuderia bekanntgab, dass Alonso – wie bereits 2007 bei McLaren – Kimi Räikkönen ersetzen und 2010 mit Felipe Massa für Ferrari starten würde.

Gleich bei seinem ersten Rennen für Ferrari gelang Alonso in Bahrain gleich sein erster Sieg, der Spanier war somit nach Juan Manuel Fangio, Mario Andretti, Nigel Mansell und Kimi Räikkönen der fünfte Pilot, der sein erstes Rennen für Ferrari gewann.

Bei seinem Heimrennen in Spanien stand er als Zweiter zum zweiten Mal in der Saison auf dem Podium, in Kanada wurde er Dritter und in Deutschland folgte der nächste Sieg. Allerdings profitierte er dabei davon, dass Teamkollege Felipe Massa ihn auf Anordnung des Teams vorbeigelassen hatte. Die Rennleitung sah das Überholmanöver als verbotene Stallorder an und bestrafte Ferrari mit einer Geldbuße von 100.000 US-Dollar.

Nach Platz 2 in Ungarn und einem Ausfall in Belgien folgte beim Ferrari-Heimrennen in Monza Saisonsieg Nummer 3. Mit seinem Start-Ziel-Sieg, der Pole-Position und der schnellsten Rennrunde gelang Alonso beim nächsten Rennen in Singapur das perfekte Rennen. Vor dem letzten Grand Prix des Jahres in Abu Dhabi stand Fernando Alonso in Japan als Dritter auf dem Podium, gewann in Südkorea und ging nach Platz 3 in Brasilien als WM-Führender ins letzte Saisonrennen – der Titel mit Ferrari war zum Greifen nah. Aufgrund einer strategischen Fehlentscheidung des leitenden Ingenieurs Chris Dyer (er legte Alonsos Rennen auf Webber aus statt auf Vettel) kam Fernando aber nur als Siebter ins Ziel und da Sebastian Vettel gewann, wurde der Red-Bull-Racing-Pilot sensationell erstmals Weltmeister, Alonso wurde mit vier Punkten Rückstand nur Zweiter.

2011 schaffte es Fernando Alonso nur ein Mal, beim Grand Prix von Großbritannien, ganz oben auf dem Podium zu stehen. Mit insgesamt zehn Podestplatzierungen und 257 WM-Punkten landete er auf Platz 4 der Fahrerwertung. Im Mai verlängerte er seinen Vertrag bei Ferrari bis zum Ende der Saison 2016.

2012 lahmte der Ferrari zu Saisonbeginn etwas, in Malaysia nutze Alonso aber die wechselnden Wetterbedingungen und holte seinen ersten Saisonsieg. Nach Platz 2 in Spanien und Rang 3 in Monaco fuhr er als WM-Führender nach Kanada. In Montreal kam er aber nur als Fünfter ins Ziel und Sebastian Vettel zog in der Wertung wieder an ihm vorbei. In Valencia startete Alonso nur als Elfter. Dank einer makellosen Strategie, einer Safety-Car-Phase, des Ausfalls von Sebastian Vettel und einer perfekten Fahrt feierte der Spanier beim Grand Prix von Europa jedoch seinen zweiten Saisonsieg und übernahm wieder die Führung in der WM. Nach Platz 2 in Großbritannien folgte in Deutschland sein 30. GP-Sieg. Bis zum letzten Rennen in Brasilien stand Alonso noch vier Mal als Dritter und zwei Mal als Zweiter auf dem Podium und hatte 13 Punkte Rückstand auf Sebastian Vettel. Aber das reichte alles nicht: In Interlagos wurde Alonso zwar Zweiter, er wurde mit drei Punkten Rückstand auf Vettel WM-Zweiter.

2013 gewann Fernando Alonso in China bei seinem 200. Formel-1-Start seinen 31. Grand Prix. In Barcelona feierte er nach 2006 seinen zweiten Triumph bei seinem Heimrennen. In den restlichen Saisonrennen gelang dem Spanier kein weiterer Sieg, holte aber noch fünf zweite Ränge sowie einmal Platz 3. Hinter dem dominierenden Sebatian Vettel wurde Alonso mit 155 Punkten Rückstand erneut WM-Zweiter.

Als früh in der Saison 2014 klar wurde, dass es mit dem WM-Titel in Ferrari-Diensten wieder nichts wird, als Teamchef Stefano Domenicali gehen musste und Ferrari-Präsident Luca Montezemolo obendrein, als sein Freund und Santander-Chef Emilio Botín starb, da war Alonso klar, dass seine Zeit bei Ferrari vorbei ist. Er kündigte und heuerte bei McLaren-Honda an. Damit stieg er vorzeitig aus seinem Vertrag mit dem Rennstall aus Maranello aus.

Bei McLaren-Honda kam Alonso vom Regen in die Traufe. Statt den so lange ersehnten dritten Titel zu holen (gleich viele also wie sein Idol Ayrton Senna), begann das Jahr schon vermurkst: Bei einem bis heute ungeklärten Testunfall in Barcelona zog sich Alonso eine Gehirnerschütterung zu und musste den Saisonstart in Australien sausen lassen. Bald wünschte er sich, seine Auszeit wäre länger gewesen. McLaren-Honda wurde zur Enttäuschung der Saison und schloss die WM als Zweitletzter ab.

Fernando Alonso schimpfte in der Öffentlichkeit wiederholt über den schwachen Honda-Motor, vor versammeltem Vorstand der Japaner bezeichnete er den V6-Turbo im SuzukaGP als «GP2-Motor». Saisonhöhepunkt: Rang 5 in Ungarn. Aber nur in England konnte Alonso als Zehnter ebenfalls punkten, so dass nur WM-Rang 17 herauskam – so weit hinten war Alonso seit den Minardi-Tagen nicht mehr.

2016 zeigte McLaren-Honda bei den Wintertests einen Aufwärtstrend. Aber Alonso konnte erst mit Verspätung davon profitieren: Nach einem fürchterlichen Unfall in Australien musste der Spanier das Rennen in Bahrain auslassen. Später, wieder komplett erholt, erlebten die Fans einen Alonso, der so stark fährt wie immer. Der Asturier hat 32 Formel-1-WM-Läufe gewonnen, den letzten davon 2013 in Barclona, seither ist er sieglos. Der letzte Podestplatz geht auf Ungarn 2014 zurück. Wenn Alonso seine besten Jahre einschätzen soll, kommt er zu diesem Schluss: «Ich finde, am besten bin ich 2012 mit Ferrari gefahren, auch 2014 fuhr ich sehr gut. Die drittbeste Saison ist diese, also 2016. Ich fühle mich sehr wohl im Rennwagen, bei allen Bedingungen. Und wenn du dich im Auto wohl fühlst, dann bist du auch schnell.»

«Ich bin glücklich darüber, wie sich die Dinge bei McLaren-Honda entwickeln. Abu Dhabi 2016 hat ein ganz anderes Flair als Abu Dhabi 2015. Vor einem Jahr waren wir von der Saison ernüchtert, die Stimmung war belastet. Nun sind alle aufgekratzt, weil sie spüren – es geht vorwärts. Wir wissen, dass es bis zu Podestplätzen und Siegen noch ein harter Weg ist, aber es geht aufwärts.»

Alonso wurde WM-Zehnter, mit zwei fünften Rängen in Monaco und Texas als Höhepunkte.

Bei McLaren-Honda ist er bis Ende 2017 unter Vertrag. Alonso und auch Teamchef Ron Dennis beteuern entgegen aller Gerüchte, der Spanier werde diesen Vertrag auf alle Fälle erfüllen. Fernando: «Vor dem Sommer 2017 braucht ihr mich überhaupt zu meiner Zukunft gar nicht erst fragen. Erst dann entscheide ich, ob ich die neue Formel 1 interessant genug finde, um noch weiter Grands Prix zu fahren.»

Fernando Alonso © McLaren Fernando Alonso Fernando Alonso 2009 © LAT Fernando Alonso 2009 Fernando Alonso 2008 © LAT Fernando Alonso 2008 Fernando Alonso 2010 © LAT Fernando Alonso 2010

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