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Rallye Dakar 2019 – der Anfang vom Ende?

Von - 30.12.2018 13:28

Die 41. Rallye Dakar (07. bis 17. Januar 2019) ist mit 5.603 Gesamtkilometern und mit nur zehn Prüfungen (= 2.961 km) die bisher kürzeste Ausgabe und sie findet erstmals mit Peru nur in einem Land statt.

Die 41. Ausgabe des einstigen Marathon-Klassikers könnte eventuell auch die letzte sein. Dem Veranstalter Amaury Sport Organisation (A.S.O.) gehen allmählich die Länder aus. 2019 findet die Rallye erstmals mit Peru nur in einem einzigen Land statt. Und auch um diese Durchführung musste die Organisation zittern, weil sich die peruanische Regierung erst nach langen Debatten für die Durchführung und für die finanzielle Unterstützung, es sollen acht Millionen Dollar sein, aussprach. Obwohl in letzter Zeit starke Zweifel an der Durchführung der zehnten Rallye Dakar in Südamerika aufgekommen waren, liefen seitens des Veranstalters ASO die Vorbereitungen weiter. Der Veranstalter war in ständigem Kontakt mit der peruanischen Regierung.

Nachdem Argentinien, das Land mit dem bislang größten Anteil an der südamerikanischen Ausgabe der Rallye Dakar, Bolivien und Chile ihre finanzielle Unterstützung für 2019 verweigerten, blieb nur noch Peru als einziges Austragungsland in Südamerika übrig. Am 28. Juni kam endlich das Okay aus Lima.

Bis 2007 war es eine echte «Dakar» mit dem Austragungsgebiet in Afrika. Die erste Ausgabe fand 1979 statt. Sie führte von Paris bis in die senegalische Hauptstadt Dakar und hieß auch zuerst Rallye «Paris-Dakar». 1992 führte sie von Paris sie durch neun Länder und über drei Wochen über 12.500 km bis nach Kapstadt. Als Paris ab 1995 bis auf 2001 als Startort wegfiel, hieß die Rallye nur die «Dakar», auch wenn sie zwischendurch in anderen Städten wie Kairo (2000) oder Scharm-el-Sheich (2003) endete. 2008 wurde die Rallye nur einen Tag vor dem Start in Lissabon aus Sicherheitsgründen wegen der großen Terrorgefahr in Mali und Mauretanien abgesagt. Ab 2009 findet sie unter der Bezeichnung «Dakar» in Südamerika statt.

Zukunft der «Dakar»?

Es zeichnet sich ab, dass Südamerika 2019 nach den Absagen in Argentinien, Bolivien und in Chile und nach den heftig geführten Debatten in Peru zum letzten Mal Schauplatz des letzten Motorsport-Abenteuer der Welt ist. Die Rückkehr nach Afrika und speziell wieder nach Dakar dürfte das 2009 auf den einstigen «Dakar»-Routen ausgetragene «Africa Eco Race» entgegenstehen. Dieses wird vom einstigen «Dakar»-Rennleiter Hubert Auriol, von der A.S.O. 2007 quasi in die Wüste geschickt, zusammen mit René Metge organisiert und ähnelt stark den früheren Afrika-Ausgaben der damaligen Rallye Dakar. 2019 führt die Strecke über mehr als 6.000 km und zehn Etappen von Lissabon vom 1. bis zum 13. Januar 2019 nach Dakar und damit in der zweiten Januar-Woche parallel zur südamerikanischen «Dakar».

Eine Zusammenlegung der beiden Organisationen und die Zusammenführung zu einer einzigen Veranstaltung nach dem Vorbild der alten «Dakar» dürfte wohl an der Hartnäckigkeit der beiden Parteien scheitern. Und eine zweite Rallye in Nordafrika zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr dürfte von keiner der beiden Parteien angestrebt werden, weil dann andere Motorsport-Veranstaltungen wie auch zum Beispiel die Formel 1 die Medienpräsenz binden würden.

Die A.S.O. wird sich in Zukunft schwer tun, die «Dakar» in einer dem Charakter entsprechenden Region durchführen zu können. Da bleibt nicht viel. Die Silkway Rally von Moskau nach China zu einer «Dakar» umzukrempeln, dürfte auch am chinesischen Widerstand scheitern. 2018 fand die Silkway Rally nach dem Start in Moskau überwiegend ins Kasachstan statt.

Die 41. Auflage wird erstmals an einem Montag, 7. Januar, gestartet und endet auch zum ersten Mal an einem Donnerstag, 17. Januar. Start- und Zielort ist jeweils die peruanische Hauptstadt Lima. Das Hauptaustragungsgebiet sind die Dünen bei Arequipa, dem Ort des Ruhetags am Samstag, 12. Januar. Die zwei Etappen vor dem Ruhetag sind Marathonetappen, was bedeutet, dass in dieser Zeit kein fremder Service erlaubt ist. Die kürzeste Prüfung am Montag auf der 331 km langen Etappe von Lima nach Pisco ist 84 km lang. Die längste Entscheidung mit 452 km wird am Freitag auf der fünften Etappe von Moquegua über 714 nach Tacna absolviert.

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Sébastien Loeb bei seinem Unfall 2018 in der peruanischen Wüste © Red Bull Sébastien Loeb bei seinem Unfall 2018 in der peruanischen Wüste
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