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Ai Ogura (Aprilia/12.): Überholschwäche in Andalusien

Nach einem überragenden Saisonauftakt in Thailand und Platz 4 ist die MotoGP-Hoffnung der Japaner in der Wirklichkeit der Königsklasse angekommen. Auf dem engen Kurs von Jerez konnte Ogura sein Können nicht ausspielen.

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Der Freitag des Europa-Auftakts in Jerez hatte für Ai Ogure mit einer neuen Erfahrung begonnen. Erstmals musste sich der Trackhouse-Aprilia-Rookie seinem erfahreneren Teamkollegen Raul Fernandez geschlagen geben. Platz 18 im Zeittraining mit einer Sekunde Rückstand auf die führende Ducati – so hatte sich Ogura die Ankunft im Mutterland der MotoGP nicht vorgestellt.

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Am Samstag gelang es Ogura dann, das Blatt teilweise zu wenden. Im ersten Qualifying rückte er wenigstens die Kräfteverhältnisse im Team wieder zurecht. Startplatz 15 entsprach zwar allem anderen als dem Potenzial des Piloten aus Tokio, der doch der Fall Fernandez war.

Ogura begründete die grundsätzlich gute Pace mit dem Gefühl am Hinterrad. Ich bin noch immer nicht in der Lage, den mittleren Hinterreifen so gut einzusetzen wie den Reifen mit dem weichen Gummi. Auf einer freien Runde fühle ich mich jedenfalls viel besser als über längere Distanzen. Da alle Fahrer wohl beim GP auf den mittleren Typ setzen werden, bin ich gerade nicht sehr begeistert."

Der Unmut des Japaners war aber nicht nur im schwarzen Gold zu suchen. Ogura haderte speziell mit dem Charakter der Piste: "Ohne Verkehr kann ich schnell sein, aber wenn es ans Überholen geht, dann zählen andere Qualitäten als der hohe Speed in den schnellen Kurven. Überholen funktioniert mit dem MotoGP-Bike hier nur in den Stop-and-go-Abschnitten und da liegt meine Schwäche."

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In der Praxis sah das so aus: Ai Ogura drehte die zehntbeste Runde des Rennens, steckte aber bis zur Ziellinie hinten den langsameren KTM-Vertretern Brad Binder und Pedro Acosta fest. Durch das erfolgreiche Ablocken der RC16-Allianz entschwand auch Honda-Pilot Mir mitsamt letztem WM-Punkt aus der Schlagdistanz. Im Ziel fehlten dem Neueinsteiger auf Rang 12 drei Sekunden auf einen Punkterang und 13 Sekunden zum Sieg.

Das Fazit der #79: "Ich fühle mich besser als vor einem Tag, mit der Leistung im Sprint bin ich zufrieden. Allerdings kann ich jetzt überhaupt nicht sagen, wie es mir morgen ergehen wird, ich weiß nicht einmal, ob ich mit der gleichen Abstimmung fahren werde."

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Anders die Lage bei einem weiteren Rookie. Fermin Adeguer, der auf der Gresini-Ducati zu Beginn des Jahres im Schatten des Japaners stand, fuhr in Jerez ein weiteres Mal stark auf und landete als Fünfter ein Spitzenresultat.

Wenig tröstlich für Ogura – der dritte Frischling der Königsklasse, Somkiat Chantra, ging auf der LCR-Honda im fünften Sprint des Jahres mit großem Zeitabstand als Letzter unter. Mit 29 Punkten rangiert Ai Ogura auf Platz 9, aber weiterhin auf einem starken neunten Rang – und führt damit zugleich die Wertung der Rookies an.

Ergebnisse MotoGP Jerez, Sprint (26. April):

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1. Marc Márquez (E), Ducati, 12 Runden in 19:32,107 min

2. Alex Márquez (E), Ducati, + 1,001 sec

3. Francesco Bagnaia (I), Ducati, +3,077

4. Franco Morbidelli (I), Ducati, +3,530

5. Fermin Aldeguer (E), Ducati, +5,791

6. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +7,691

7. Maverick Viñales (E), KTM, +7,849

8. Marco Bezzecchi (I), Aprilia, +10,175

9. Joan Mir (E), Honda, +10,414

10. Pedro Acosta (E), KTM, +12,673

11. Brad Binder (ZA), KTM, +13,204

12. Ai Ogura (J), Aprilia, +13,438

13. Luca Marini (I), Honda, +16,572

14. Enea Bastianini (I), KTM, +17,918

15. Alex Rins (E), Yamaha, +19,963

16. Raúl Fernández (E), Aprilia, +21,690

17. Augusto Fernandez (E), Yamaha, +21,932

18. Aleix Espargaro (E), Honda, +22,515

19. Lorenzo Savadori (I), Aprilia, +30,200

20. Somkiat Chantra (T), Honda, +30,968

– Johann Zarco (F), Honda, 7 Runden zurück

– Jack Miller (AUS), Yamaha, 8 Runden zurück

– Fabio Quartararo (F), Yamaha, 11 Runden zurück

WM-Stand nach 9 von 44 Rennen:

1. M. Marquez, 135 Punkte. 2. A. Marquez 115. 3. Bagnaia 104. 4. Morbidelli 84. 5. Di Giannantonio 52. 6. Zarco 36. 7. Bezzecchi 34. 8. Quartararo 30. 9. Ogura 29. 10. Marini 26. 11. Aldeguer 25. 12. Acosta 24. 13. Binder 22. 14. Bastianini 21. 15. Miller 19. 16. Rins 14. 17. Viñales 11. 18.Mir 11. 19. R. Fernandez 5. 20. A. Fernandez 3. 21. Oliveira 2. 22. Savadori 1. 23. Chantra 0. 24. Martin 0.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati, 160 Punkte. 2.Honda 50. 3. Aprilia 45. 4. KTM 45. 5. Yamaha 41.

Team-WM:

1. Ducati Lenovo Team, 239 Punkte. 2. BK8 Gresini Racing 140. 3. Pertamina Enduro VR46 Racing 136. 4. Red Bull KTM Factory Racing 46. 5. Monster Energy Yamaha 44. 6. LCR Honda Castrol 38. 7. Honda HRC Castrol Team 37. 8. Trackhouse MotoGP Team 34. 9. Aprilia Racing 35. 10. Red Bull KTM Tech3 Racing 32. Prima Pramac Yamaha Racing 24.

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Punkte

1

Marco Bezzecchi

Aprilia Racing

180

2

Jorge Martin

Aprilia Racing

172

3

Fabio Di Giannantonio

Pertamina Enduro VR46 Racing Team

157

4

Marc Márquez

Ducati Lenovo Team

140

5

Ai Ogura

Trackhouse MotoGP Team

134

6

Pedro Acosta

Red Bull KTM Factory Racing

132

7

Francesco Bagnaia

Ducati Lenovo Team

127

8

Raúl Fernández

Trackhouse MotoGP Team

106

9

Fermin Aldeguer

BK8 Gresini Racing MotoGP

76

10

Alex Márquez

BK8 Gresini Racing MotoGP

67

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